Normal sei das nicht – so drückte es Silke Burger, die Vorsitzende des Fördervereins der Dom-Clemente-Schule, aus. Denn normalerweise kommt sie nicht als Nikolaus an die Schule, sondern eher als Gabenbringer am letzten Schultag des Jahres vor Weihnachten.

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„In diesem Jahr ist alles anders“, verlas sie aus dem Brief, den die Lehrkräfte der Schule den Kindern in der Schule verlesen sollten, wenn die Gaben des Freundeskreises überreicht werden. Denn in diesem Jahr sei sie vor der Schule, um die Geschenke zu überreichen – vom Nikolaus des Freundeskreises. „Viel lieber würde ich die Geschenke persönlich übergeben, aber das ist mir nicht möglich“, sagte sie.

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Einen Jutesack voll Spielsachen wie Bälle, Seile, Gummitwist oder Frisbees zum Spielen in den Pausen hatte sie mitgebracht. Dazu gab es für jeden Schüler einen Weckenmann. Eigentlich, so erklärte sie, hätte sie ein großes Projekt verkünden wollen, für das der Freundeskreis schon gespart habe. Das müsse nun warten, aber sie versprach, im nächsten Jahr wieder da zu sein. „Wie immer muss ich auch unseren Gönnern danken, die uns helfen, euch in vielerlei Dingen zu unterstützen“, sagte sie der stellvertretenden Schulleiterin Tanja Grieshaber. Der Brief wurde in den Klassen vorgelesen und die Geschenke des Freundeskreises dort verteilt.

Schulleiterin ist in Quarantäne

Wie man bei der Übergabe der „Nikolaus-Gaben“ sah, fehlte Schulleiterin Sabine Emde. Doch weshalb? Natürlich, ist man versucht zu sagen, stand auch dabei die Pandemie Pate. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt Emde: „Ich selber konnte bei der Übergabe der ,kleinen‘ Geschenke an die Schüler leider nicht dabei sein, weil ich aktuell im Home-Office bin“. Sie sei außerhalb der Schule Kontaktperson zu einem mit Corona Infizierten gewesen.

„Mir geht es gut, ich habe keinerlei Symptome und wurde negativ getestet. Zu keiner Zeit bestand die Gefahr, jemanden zu infizieren, da ich mich sofort nach Bekanntwerden in Selbstisolation begeben habe.“ – Sabine Emde, Schulleiterin
„Mir geht es gut, ich habe keinerlei Symptome und wurde negativ getestet. Zu keiner Zeit bestand die Gefahr, jemanden zu infizieren, da ich mich sofort nach Bekanntwerden in Selbstisolation begeben habe.“ – Sabine Emde, Schulleiterin | Bild: Claudius Eberl

„Hervorragend vertreten“

Um ganz sicher zu gehen, habe das Gesundheitsamt eine Quarantäne verhängt, was bedeutet, dass sie das Haus nicht verlassen darf. Diese Isolierung ende am Donnerstag, 10. Dezember. Danach werde sie wieder in der Schule sein. Dort, so merkt sie an, werde sie durch ihre Konrektorin Tanja Grieshaber „hervorragend vertreten“, mit der Schulsekretärin Doris Tritschler stehe sie in ständigem Kontakt.

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„Das Leben auf dem Dorf ist in so einer Situation sehr viel wert. Ich habe nette Nachbarn und Freunde, die für mich Einkäufe und auch Besorgungen übernehmen. Dazu bietet auch der örtliche Einzelhandel den Service an, bestellte Waren nach Hause zu liefern“, stellt die in Schönwald wohnende Schulleiterin dankbar fest. Und Dank der modernen Medien könne sie auch viel Arbeit von zu Hause aus erledigen.