• Neues Prozedere: Eine Anmeldung war Pflicht. Und auf Abstand, Hygiene/Händewaschen sowie Alltagsmaske wurde ebenfalls geachtet. Lediglich beim Anlegen und Entfernen der Nadel war der Abstand nicht einzuhalten. Das Zusammensitzen und gemeinsame Essen nach der Blutspende entfiel. Dafür gab es Vespertüten mit Salami-, Käse-, Schinken- oder Schnitzelwecken – alternativ ein paar geräucherte Bratwürste. Dazu packten Harry Kaiser und Christopher Allgeier noch reichlich Hefezopf, einen Schokonikolaus, Joghurt und Getränke. In der Küche stand Inge Henninger, die für die Weckenbelegung zuständig war. Harry Kaiser sagte, er brauche aktuell „wesentlich weniger Küchenpersonal“. „Wir müssen nicht spülen, da kein Geschirr gebraucht wird“, gewinnt er der derzeitigen Situation etwas Positives ab.
Strenge Abstands- und Hygieneregeln ermöglichen die Blutspende auch unter Corona-Bedingungen wie jetzt bei der Aktion des Roten Kreuzes im großen Saal im Haus des Gastes in Schonach.
Strenge Abstands- und Hygieneregeln ermöglichen die Blutspende auch unter Corona-Bedingungen wie jetzt bei der Aktion des Roten Kreuzes im großen Saal im Haus des Gastes in Schonach. | Bild: Hans-Jürgen Kommert
  • Statistik: 199 Spendenwillige hatten sich angemeldet. Sie mussten jeweils eine exakte, jedoch recht eng getaktete Uhrzeit einhalten. Zur Spende zugelassen wurden 195 Spender, neun davon Erstspender.
  • Das meinen die Blutspender: Armin Oßwald fand das alles „halb so wild“. Er sei mittlerweile schon bei der zweiten Spende unter diesen Vorzeichen gewesen. Allenfalls das Tragen der Maske beim Spenden sei etwas lästig. Stefan Schätzle stellte fest, dass der Ablauf als solcher „eigentlich fast charmanter“ sei. Allerdings fehlten ihm das Zusammensitzen und der Austausch nach der Spende schon etwas. „Wir haben uns gut aufgehoben gefühlt“, urteilten Nadja Schwer und Benita Hansmann über den Ablauf. In diesen Zeiten sei die Taktung der Termine eine gute Alternative, zudem seien die Abläufe wesentlich besser organisiert. Einzig das Treffen und gemeinsame Essen mit Freundinnen, das sie ansonsten zelebriert hätten, fehlt den beiden jungen Frauen etwas.
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  • Das sagt der Rot-Kreuz-Vorsitzende: Ganz anders geht es damit dem Vorsitzenden des Rot-Kreuz-Ortsverbands Triberg-Schonach, Georg Wiengarn. Er nutze eigentlich jede Gelegenheit, sein Blut zu spenden. Für ihn war es nach den normalen Regeln einfacher, sich spontan eine kurze Auszeit von seiner Arbeit zu nehmen, jetzt müsse er sich an eine feste Zeit halten und womöglich eine Arbeit oder einen kurzfristig hereingekommenen Termin absagen.