Das Final-Wochenende des FIS-Weltcups in der Nordischen Kombination kann nicht wie geplant in Schonach vom 20. bis 21. März stattfinden, sondern in Klingenthal als Ausweichort. Grund für die Verlegung ist der Schneemangel durch die milden Temperaturen im Februar und März im Schwarzwald.

„Zu wenig Schneereserven"

„Schweren Herzens und mit leider zu wenig Schneereserven müssen wir das große und lang ersehnte Finale des Fis Weltcup Nordische Kombination abgeben. Unser Dank geht an den Weltcup Klingenthal, die den Kombinierern ebenso ein gebührendes Finale ebnen werden“, informierte am späten Freitagnachmittag das Organisationskomitee des Schwarzwaldpokals über die sozialen Medien.

Tolle Stimmung herrscht im März 2019 beim Schwarzwaldpokal mit Weltcupfinale der Kombinierer in Schonach.
Tolle Stimmung herrscht im März 2019 beim Schwarzwaldpokal mit Weltcupfinale der Kombinierer in Schonach. | Bild: Börsig-Kienzler

Auch Schonachs Bürgermeister Jörg Frey bedauert die Absage: „Es ist sehr schade, das Weltcup-Finale nicht durchführen zu können – wir hätten es gerne gemacht! Aber die aktuelle Schneesituation im Skistadion Wittenbach und an der Langenwaldsprungschanze sowie die Wetteraussichten lassen nicht erkennen, dass das Finale am 20. und 21. März möglich wäre.“

Den bislang letzten Weltcup in Schonach 2019 konnte der Norweger und momentan Weltcupführender, Jarl Magnus Riiber, für sich entscheiden.
Den bislang letzten Weltcup in Schonach 2019 konnte der Norweger und momentan Weltcupführender, Jarl Magnus Riiber, für sich entscheiden. | Bild: Barbara Gindl

Wie anfangs eher vermutet, ist es nun nicht die Corona-Pandemie, die den Schonachern einen Strich durch die Rechnung macht, sondern der mangelnde Schnee bereits zum zweiten Mal in Folge. „Unser Hygienekonzept steht, Testlabore sind vorbereitet und ein ganz neues Format hätte unsere Zuschauer erreicht“, so Heidi Spitz, Generalsekretärin des Schwarzwaldpokals.

Livestream war schon geplant

Durch die Corona-Maßnahmen wäre eine Durchführung des Weltcups mit Zuschauern vor Ort nicht möglich gewesen. Um den Schwarzwaldpokal dennoch in die Wohnzimmer der Fans zu bringen, stand der Livestream „Schwarzwaldpokal@home“ bereits in den Startlöchern. Dieser sollte die Zuschauer über eine mehrstündige Livesendung im Second-Screen-Format mit Hintergrundstories informieren, durch interessante Expertentalks unterhalten und mit Social Media eine Interaktion stattfinden.

Positiver Ausblick

„Ich freue mich für den Sport, dass Klingenthal einspringt. Wir werden für die Zukunft alles Mögliche tun, um wieder im Weltcup-Zirkus dabei sein zu können“, resümiert Frey im Gespräch mit dieser Zeitung und blickt positiv in die Zukunft.

Am 20. und 21. März hätte sich in Schonach wieder alles rund um diese Trophäe gedreht: den Schwarzwaldpokal. Bild: Skiclub Schonach
Am 20. und 21. März hätte sich in Schonach wieder alles rund um diese Trophäe gedreht: den Schwarzwaldpokal. Bild: Skiclub Schonach

Das Springen auf der Langenwaldschanze sowie der Wettbewerb auf der Weltcup-Loipe im Wittenbach um den traditionsreichen Schwarzwaldpokal wird dieses Jahr somit definitiv nicht mehr stattfinden können. Stattdessen sollen nun in Klingenthal zwei Einzelwettbewerbe mit Zehn-Kilometer-Läufen ausgetragen werden. Die Startzeiten in Klingenthal standen bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Dies möchte der Internationale Skiverband FIS erst im Laufe der nächsten Woche festlegen.

Letzte Station der Saison

Das in der norwegischen Hauptstadt Oslo geplante Wochenende am 13. und 14. März ist coronabedingt schon seit längerer Zeit für die Kombinierer abgesagt. Nach den derzeit stattfindenden FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im bayrischen Oberstdorf ist Klingenthal somit die nächste und gleichzeitig letzte Station der Saison.