Die Eltern der großen Kinderschar konnten sich über ihre zwei Töchter und ihre acht Söhne sehr freuen, denn alle waren eifrig und arbeitsam. „Ich habe zuerst unsere eigenen Kühe gehütet, denn wir hatten eine kleine Landwirtschaft und später, als der Krieg ausbrach, war ich auf dem Brandhof im Fuchsbach als Hirtenbub“, erinnert sich Alfred Kammerer.

Alfred Kammerer freut sich über seinen 90. Geburtstag.
Alfred Kammerer freut sich über seinen 90. Geburtstag. | Bild: Maria Kienzler
  • Geburtshaus: Ursprünglich gehörte das Blindenhäusle zum Blindenhof, der nach dem Blindensee benannt ist. Im Jahr 1908 wurde der Blindenhof abgebrochen und im Obertal von Schonach wieder aufgebaut und zwar an der Stelle, wo der Thomas-Frieder-Hof stand, der zwei Jahre vorher abbrannte. Doch das Leibgeding-Häusle des Blindenhofs blieb in Schönwald stehen und gehörte seit 1912 dem Ehepaar Benedikt und Maria Kammerer.
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  • Schicksalsschläge: Das schlimmste Erlebnis in seiner Kindheit war das lodernde Feuer, durch das sein Elternhaus bis auf die Grundmauern niederbrannte. Damals war der kleine Alfred neun Jahre alt, aber zum Glück konnten die Eltern samt ihren Kindern rechtzeitig ins Freie flüchten. Viele seiner Brüder mussten kurz danach in den Krieg, aus dem die meisten nicht mehr zurückkehrten. Doch Fritz, der Älteste der Kinderschar, der schon 1906 geboren wurde, kam nach der Kriegsgefangenschaft wieder nach Schönwald zurück.
  • Berufsausbildung: Alfred Kammerer absolvierte eine Lehre als Holzschnitzer und arbeitete einige Jahre in seinem erlernten Beruf. Dann wurde er bei der Firma Wiha in Schonach tätig, und blieb dort Mitarbeiter bis zum Renteneintritt.
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  • Ehejahre: Mit 29 Jahren heiratete Kammerer seine Verlobte Maria Bruner aus Karlsruhe, die im Schönwälder „Café Wunsch“ als Bedienung arbeitete. Die Ehe wurde mit den beiden Töchtern Renate und Heidi gesegnet. Damals baute Alfred Kammerer mit seinem Bruder Fritz ein Haus in Schonach, wo er immer noch wohnt. „Meine Frau ist 2009 kurz vor der Goldenen Hochzeit gestorben“, bedauert der Jubilar. Doch seine Tochter Renate, die im gleichen Haus wohnt, kümmert sich liebevoll um ihren Vater. Fünf Enkel und drei Urenkel können neben den Töchtern und deren Ehepartnern dem Jubilar zum runden Geburtstag gratulieren.