Freude bei den Narren des Skidorfs: Die sehnsüchtig erwartete Narrenzeitung, das Schonacher Volksblatt, ist erhältlich. Das höchstnärrische Infoblatt wird immer erst nach dem Zunftabend ausgeliefert, um vorab keine pikanten Details aus dem Schwarzwalddorf zu verraten.

Auch in diesem Jahr bietet das Volksblatt eine große Anzahl von Geschichten und Geschichtchen, die sich in Schonach und in naher Umgebung ereignet haben. Keine Geringeren als der Chefdichter der Zunft, Martin Schmidt (DT), und seine Dichterkollegin Monika Kuner machten sich ans Werk, um wieder Hervorragendes zu reimen.

Ernsthafte Gedanken

Dies ist wieder trefflich gelungen und bereits auf der Titelseite erfahren die Leser, dass man sich seitens der Narrenzunft ernsthafte Gedanken über die Zukunft von Bürgermeister Jörg Frey macht, sofern man ihn nach 24 Jahren erfolgreicher Tätigkeit nicht mehr wählen würde. Doch die Narren haben für ihn auch einige adäquate Vorschläge parat, so würden sie den Schultis gerne als Edeka-Marktleiter in Triberg sehen, ihm die längst vakante Stelle des Landarztes in Schönwald anbieten oder aus ihm einen Surflehrer mit eigener Schule machen. Wenn alle Stricke reißen sollten, böte man ihm die Position des Wirtes im Schwimmbad-Kiosk an.

Die Volksblatt-Redaktion hat keine Kosten und Mühen gescheut: Diese Vorschläge werden auch auf einer überdimensionierten Werbetafel in der Hauptstraße publik gemacht.

Herdner, Strobel, Möckesch

Aber auch über profanere Dinge wie den neuen Dresscode des Furtwanger Bürgermeisters Josef Herdner, ein weiterer Schlag von Gallus Strobel gegen das Ferienland, die geniale Idee von Günter Möckesch künstliche Intelligenz nach Triberg zu bringen, werden die Leser ausführlich informiert. Um den gesetzlichen Erfordernissen gerecht zu werden, hat die Redaktion einen Hinweis über die Datenschutzverordnung abgedruckt.

„Ich möchte keine weiteren Details verraten, wir wollen die Sache noch etwas spannend machen, denn die närrische Literatur soll ja gekauft werden“, sagt Martin Schmidt. „Bei dieser Gelegenheit will ich, auch im Namen unserer Zunft, allen Sponsoren danken, die durch ihre großzügige Anzeigenwerbung die Herstellung des Heftes überhaupt erst möglichst machten.“

Vielerorts erhältlich

Das Volksblatt wird durch zehn Austräger-Gruppen als besonderer Service von Haus zu Haus getragen. Auch die bisherigen Verkaufsstellen wie „Moosis Lesecafé“ sowie das „Kaufhaus Hilde Burger am See“ wurden beibehalten. Die Bäckerei Kienzler erhielt ebenfalls wieder für ihre Ladengeschäfte in Schonach und Triberg nach Art des James Bond, die „Lizenz zum Verkaufen“. Eine breite Streuung, selbst in den abgelegensten Höfen, dürfte somit gewährleistet sein. Das Heft kostet drei Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

So ist zu erwarten, dass die Auflage von 800 Stück weggeht wie warme Weckle und nicht nur in den Bäckereien in Kürze vergriffen sein wird. Wer kein Heft mehr ergattern kann, kann sich bei der Grafischen Werkstatt Gasche, die für Druck und Gestaltung verantwortlich zeichnet, ein Heft zum Sonderpreis von 11,11 Euro nachdrucken lassen.