Alexander Kuner ist tot. Der Schonacher engagierte sich in seiner Heimatgemeinde Jahrzehnte lang ehrenamtlich. Er starb am 1. Februar nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren im Pflegeheim in St. Georgen. Diese traurige Nachricht machte viele, trotz des hohen Alters des Verstorbenen, betroffen.

Lange als Zahnarzt tätig

Kuner war vor allem wegen seiner langen Tätigkeit als Zahnarzt in Schonach und darüber hinaus bekannt. Nach dem Besuch der heimischen Volksschule und des Triberger Gymnasiums studierte der Älteste von fünf Geschwistern in Hamburg.

Eigene Praxis seit 1954

Zurück in der Heimat arbeitete Kuner zunächst bei Zahnarzt Schmieder in Triberg, bevor er im Jahr 1954 eine Zahnarztpraxis in der Sommerbergstraße 20 (Radio Rombach) in Schonach eröffnete. Später richtete er diese im Eigenheim in der Ludwig-Uhland-Straße 1 ein, danach in der Sommerbergstraße 3 (Kurgarten-Plätzchen) und zuletzt im Elternhaus in der Sommerbergstraße 19 (Landmarkt). Dort befindet sich die renommierte Praxis noch heute.

Sie wird in seinem Sinne von seinem Schwiegersohn Jörg Kutscher und dessen Sohn Quirin und somit Kuners Enkel weitergeführt. Kuner war mit Leib und Seele Zahnarzt und bei seinen Patienten sehr beliebt. Kein Wunder, war er doch fast rund um die Uhr für sie da, wenn es sein musste, auch nachts. Bis ins hohe Alter half er in der Praxis aus.

Für die Freien Wähler im Gemeinderat

In seiner Freizeit engagierte sich der Familienvater ehrenamtlich als Bürgervertreter. Dem Schonacher Gemeinderat gehörte er für die Freien Wähler, deren Fraktionssprecher er war, von 1965 bis 1970 an. In dieser Wahlperiode wurde beispielsweise ein Skilift am Winterberg realisiert. Darüber hinaus war Kuner Anfang des Jahres 1973 auch Mitglied im vorläufigen Kreistag, bis zu dessen konstiuierenden Sitzung.

Turnverein verdankt ihm viel

Da Sport eine große Leidenschaft Kuners war, trat er 1962 in die damalige Abteilung der Volksturner ein. Doch Kuner interessierte sich nicht nur für seine sportliche Aktivität, sondern auch für die Struktur und Verwaltung des Vereins. So wurde er schon bald zum Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er von 1963 bis 1969 und von 1971 bis 1975 inne. Stellvertretender Vorsitzender war er von 1969 bis 1971 und von 1976 bis 2000.

Erfolgreiche Werbeaktion für die Frauenabteilung

Eine der ersten Aufgaben Kuners war es, eine Werbeaktion für die Frauenabteilung zu starten. Mit Erfolg: rund 60 Frauen traten damals dem Turnverein bei. Vollen Einsatz zeigte Kuner auch bei den Bunten Abenden an der Fasnet und den Sommerfesten im alten Kurpark. Beliebt waren ferner die Kameradschaftsabende, die der Geselligkeit dienten. Kuner kämpfte auch für die Verbesserung der Hallenprobleme und setzte sich für den Neubau der Sporthalle ein. Der Bau des Vereinsraums „Turn-Treff“ lag ihm zudem am Herzen und fand seine volle Unterstützung.

Vielfach ausgezeichnetes Engagement

Neben seinem Arbeitseinsatz waren seine Ratschläge und Ideen für den Turnverein unverzichtbar. Dieser hat Grund, mit der Familie des Verstorbenen zu trauern. Er verliert mit Kuner einen Ehrenvorsitzenden, der alleine 36 Jahre lang im Vorstand zum Wohle des Vereins, dem er fast 60 Jahre angehörte, tätig war. Für sein unermüdliches Engagement wurde er mit der Vereinsehrennadel und der Gauehrennadel in Gold, der Goldmünze der Gemeinde, der DTB-Ehrennadel und der Landesehrennadel von Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Viele Vereine unterstützt

Darüber hinaus war Kuner in zahlreichen Schonacher Vereinen passives Mitglied. Auch deren tiefes Mitgefühl gehört den Angehörigen, darunter die langjährige Lebensgefährtin, die beiden Töchter, die sieben Enkelkinder und vier Urenkel, die dem Verstorbenen viel Freude bereiteten.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 15. Februar, ab 14 Uhr auf dem Bergfriedhof in Schonach statt. Im Anschluss erfolgt die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis.

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