Der noch junge Förderverein Schwarzwälder Strohmanufactur Schonach hatte zur Hauptversammlung eingeladen. Vorsitzende Katrin Kimmig begrüßte die Mitglieder und Gäste im Café Berghüsli. Man hielt Rückschau und blickte auch in die Zukunft.

Vielfältige Kontakte geknüpft

Auch 2019 war man laut Kimmigs Aussage wieder sehr aktiv. Vor allem hatte man vielfältige Kontakte geknüpft, etwa zum Strohmuseum Twistringen, zum Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck oder zum Haus der Geschichte in Stuttgart, das Ende des Jahres im Rahmen einer Ausstellung auch Leihgaben aus Schonach zeigen wird.

„Rein kulturelles Interesse“

Der Kontostand, so die Vorsitzende, habe sich auch erfreulich entwickelt, vor allem aufgrund der Verkäufe von Restbeständen an Fasnachtsartikeln aus der Strohhutfabrik Sauter und der Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen. „Wir haben ein rein kulturelles Interesse“, stelle Kimmig fest. Man wolle als Verein altes Handwerk bewahren und Wissen weitergeben, Denkmalschutz und –pflege betreiben.

Konzept für Strohhutfabrik Sauter vorgestellt

Was nun mit der alten Strohhutfabrik Sauter beziehungsweise mit dem Inventar aus der Fabrik geschehe, das, so Kimmig, müsse der Gemeinderat entscheiden. Ein Konzept, wie sich der Verein die Zukunft vorstellt, habe man in einer der vergangenen Gemeinderatssitzungen vorgestellt. „Ich bin mir sicher, es wird eine gute Lösung gefunden. Wir wollen dabei auf jeden Fall unterstützen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

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Reste verkauft oder an Kindergärten und Schule verschenkt

Schriftführerin Vera von Stemm ließ das Jahr Revue passieren. Sie berichtete vom letzten Flohmarkt mit Restbeständen aus der Strohhutfabrik. Dort hatte man nochmals allerhand Sachen verkauft, die Reste gab man an die Kindergärten der Umgebung und die Dom-Clemente-Schule Schonach ab.

Strohkurse sind sehr beliebt

Strohwaren und Strohkurse seien sehr gefragt, auch das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck hatte sich diesbezüglich schon gemeldet. „Das Interesse kommt durch verschiedene Zeitungsberichte, aber auch durch unsere Homepage, dort hatten wir seit der Freischaltung über 10  000 Besucher“, berichtete von Stemm stolz.

Erfolgreiche Teilnahme an Veranstaltungen

Beim Tag des offenen Denkmals war man in der Hammerschmiede in Oberprechtal vertreten, beim Badischen Kräutertag in Schonach hatte man gleich vier Stände. Auch der „Suppen-Sonndig“, durch den man Helfer zum Strohschneiden animieren wollte, war ein Erfolg. Als Höhepunkt des Jahres bezeichnete sie den dreitägigen Ausflug ins Allgäu, bei dem man auch das Hutmuseum in Lindenberg besuchte.

Kassenstand wächst erfreulich

Kassiererin Inge Sauermann berichtete von einer erfreulichen Steigerung des Kassenstands. Die Entlastung des Vorstands übernahm mit Zustimmung der Versammelten Bürgermeisterstellvertreterin Silke Burger. Sie lobte den rührigen, jungen Verein und dankte den Mitgliedern für die Arbeit rund um den Erhalt alten Wissens und Handwerks.

Zukunft der Strohhutfabrik

Burger ging auch auf die Zukunft der Strohhutfabrik ein. „Das Thema beschäftigt uns im Gemeinderat schon lange“, stellte sie fest. Eine Entscheidung sei noch keine getroffen worden, aber die Vorstellung des Konzepts des Vereins sei toll gewesen.

„Hohe Anfangs- und Folgekosten für die Gemeinde

„Natürlich, und das gilt es zu bedenken, bedeutet das hohe Anfangs- und Folgekosten für die Gemeinde“, mahnte sie, zeigte sich aber sicher, dass man Lösungen finden würde. „Das wird sicher ein Kompromiss zwischen Ihren Interessen und den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde sein“, vermutete sie, und hoffte, dass dieser dann von allen Seiten akzeptiert werden wird.

Bewahrung des Wissens wichtig

Ingrid Schyle gab noch einen kurzen Ausblick. Sicherlich sei die Sicherung des denkmalgeschützten Inventars eine vorrangige Aufgabe. Aber auch die Sicherung von Wissen sei sehr wichtig. Kurse zur Strohverarbeitung seien nach wie vor sehr gefragt, teilweise kommen sogar Interessenten aus Freiburg. Aktuell müsse man hier noch Räume für die Kurse anmieten, die Kurse für die Naturparkschulen führe man in deren Räume durch. „Aktuell sind wir etwas in der Warteschleife und warten ab, was weiterhin geschieht“, schloss sie.

Kimmig dankte noch allen Mitgliedern für deren Hilfe und Unterstützung und lud zu einem Glas Sekt ein. Denn am Versammlungstag jährte sich die Gründung des Vereins zum dritten Mal.