Die Freien Wähler Schonach haben jetzt bei ihrer Hauptversammlung im Café Berghüsli aufs kommende Jahr vorausgeblickt. Der Vorsitzende Wolfgang Schyle sagte in seiner Begrüßung, dass die Wählervereinigung zwar gerade wieder ein ruhiges Jahr hinter sich habe, dass sich dies aber 2019 sicherlich ändern werde. Denn am 26. Mai stünden die Gemeinderatswahlen an, meinte Schyle.

Schon jetzt arbeite man an der Kandidatensuche, so Schyle, um die Wahlliste mit zwölf Kandidaten zu füllen. Und mit der will man bei den Wahlen 2019 wieder punkten, möglichst an das Ergebnis 2015 anknüpfen, das den Freien Wählern das beste Ergebnis der vergangenen 30 Jahre und vier Sitze im Gremium bescherte.

"Voll und ganz" für Kommunalpolitik

Die Betonung Schyles lag bei Kommunalwahlen: „Nach den Landtagswahlen in Bayern, nach denen die Freien Wähler dort nun gar in die Landesregierung einziehen, will ich nochmals klarstellen, dass wir uns voll und ganz hinter die Sache der Kommunalpolitik stellen, allerhöchstens noch bei den Kreistagswahlen antreten“, sagte Schyle. Damit will man sich von Landesverbänden und eventuell auftretenden Zwängen unabhängig machen, betonte er.

Auf die Geschichte der Freien Wähler in Schonach könne man insgesamt stolz sein, betonte Schyle, denn immerhin trete man seit 73 Jahren erfolgreich bei den Gemeinderatswahlen in Schonach an.

Leichtes Plus in der Kasse

Schriftführer Helmut Kienzler hatte in seinem Bericht lediglich drei Vorstandssitzungen vermerkt, die allesamt im Zeichen der kommenden Kommunalwahlen standen. Kassier Claudius Eberl konnte von einem leichten Kassenplus berichten.

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Gemeinderat Günter Herr berichtete der Versammlung von der Arbeit des Gemeinderats. Mit der Neugestaltung des Kurparks hatte man in diesem Jahr eines der größten Projekte der vergangenen Jahre erfolgreich abgeschlossen. „Kritik kam kaum auf, was bei der Größe des Projektes eher selten ist“, zeigte er sich erfreut, zeuge das doch auch von Erfolg der Umgestaltung.

„Auch harte Diskussionen“

Weitere Themen waren die Kinderbetreuung, die geplante Schulsanierung, die ärztliche Versorgung der Gemeinde, der aktuelle Stand zum Ferienland und der damit verbundene geplante Zusammenschluss mit der Hochschwarzwald-Tourismus, die ehemalige Strohhutfabrik Sauter, das nahezu ausverkaufte Baugebiet, der Glasfaserausbau und ganz aktuell der Kauf eines gebrauchten Skilifts, der am Winterberg installiert werden soll.

„Nach außen sieht es ja immer so aus, als würde der Gemeinderat bestens harmonisieren“, sagte Herr. Allerdings würde man im Hintergrund auch sehr hart diskutieren und den einen oder anderen Disput führen. „Aber: Wir finden meist Lösungen, die alle mittragen können. Kurzum, wir arbeiten alle zum Wohle der Gemeinde“, resümierte das Ratsmitglied.

Zum Ende der Sitzung ging Wolfgang Schyle nochmals auf die im Mai nächsten Jahres anstehenden Gemeinderatswahlen ein. Nachdem vermutlich mehr als die Hälfte der aktuellen Schonacher Gemeinderäte nicht mehr zur Wahl antrete, seien die Chancen auf neuen Schwung im Gremium groß.

Bei den Wahlen wurde Petra Hettich als stellvertretende Vorsitzende bestätigt, ebenso Kassier Claudius Eberl, Kassenprüfer Santo Fagone und Beisitzer Günter Herr.