Schonach – Einmal mehr illustren Besuch erhielt die Wiege der modernen Kuckucksuhr in Schonach, die Firma Rombach und Haas. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei machte einen Abstecher zu Conny und Ingolf Haas, die mit ihrer kleinen Uhrenmanufaktur wohl Kuckucksuhren-Geschichte schreiben. Der Zufall wollte es, dass mit Hans-Peter Pohl auch noch ein ehemaliger Olympiasieger aus Schonach zu Gast war, die Familien sind gut befreundet.

Rund 6000 Kuckucksuhren der anderen Art bringt die Firma mit insgesamt neun Mitarbeitern jährlich auf den Weg. Viele davon kann man dort finden, wo man sie nicht unbedingt erwarten würde: So besitzt beispielsweise Wladimir Putin nach den Worten von Ingolf Haas drei ganz spezielle Uhren – und auch Bundestrainer Jogi Löw ist Eigentümer einer modern gestalteten Schwarzwalduhr aus der Werkstatt von Ingolf und Conny Haas.

Seit 1894 werde in den Räumen, die früher einmal Stall gewesen seien, Kuckucksuhren gebaut, berichtete Ingolf Haas. Zunächst sei im Haus zusätzlich ein Tante-Emma-Laden gewesen, weil allein die Kuckucksuhren die Familie zunächst nicht ernährt habe. Vor allem an den alten Holzdielen auf dem Boden erkennt man: Diese Räume atmen Geschichte.

„Das klingt nach Herzblut und Leidenschaft“, erkannte der Bundestagsabgeordnete. Tatsächlich, so der Geschäftsführer weiter, seien alle namhaften Zeitungen und Fernsehsender bereits da gewesen. Demnächst, weiß Ingolf Haas, werde im Uhrenmuseum Schramberg eine Sonderausstellung stattfinden über die „Revolutionäre im Schwarzwald“.

„Jeder sucht doch heute nach einem Alleinstellungsmerkmal, wir haben es hier“, stellte der gelernte Uhrmacher mit viel Selbstvertrauen fest. Mit den Farbvarianten seien es mehr als 400 verschiedene Modelle, alle werden von Conny Haas persönlich bemalt. „Echte Handarbeit steigert den Wert Ihrer Produkte“, erkannte Thorsten Frei.

Mit im Firmenmanagement sind Tochter Selina und Sohn Enya. Während die Tochter recht sicher ist, dass sie irgendwann die Firma übernehmen will, hält sich der Sohn noch eher bedeckt. Er lebt eigentlich mehr seiner Liebe zur Klaviermusik, die er ganz in völlig neue Kanäle lenkt. Momentan ist Selina Haas aber auf dem Weg, eine eigene Designmarke zu bilden.

Davon zeigte sich der Abgeordnete tief beeindruckt, als er den kleinen Laden gegenüber des elterlichen Geschäfts sah. Vielerlei neue Wege geht die junge Designerin, nutzt dabei moderne Medien genauso wie einfache Malerei. Nach rund zwei Stunden machte sich Thorsten Frei wieder auf den Weg – die Musik des jungen Pianisten wird ihn auf seinem Wahlkampf begleiten und sein Berliner Büro wird künftig durch ein kleines Bild von Selina Haas geschmückt.

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