Nach den Erfolgen in den Stücken „Frau Müller muss weg“ und „Wir sind die Neuen“ steht die Schonacherin Karin Binkert-Hörmann bald zum dritten Mal im Deutschen Haus in St. Georgen auf der Theaterbühne.

In der Krimikomödie „Fifty Fifty“ dürfen sich die Zuschauer in diesem Jahr nicht nur auf erfrischende Witze freuen, sondern erleben auch ein raffiniertes Hin und Her bei der Mördersuche. Neben Karin Binkert-Hörmann übernehmen vier Schauspielkollegen die weiteren Rollen.

Mit Susanne Dilger, Christian Lewedai und Jörg Kluge sind zum einen altbekannte Gesichter aus den beiden vorherigen Komödien mit von der Partie, während Cornelia Burkart erstmals mit der Schonacherin auftritt. Ebenso steht das Projekt wieder unter der Leitung von Verena Müller-Möck, die als gelernte Schauspielerin dem Quintett mit Rat und Tat zur Seite steht.

In Absprache mit dem Ensemble hatte sie im Vorlauf das aktuelle Stück vorgeschlagen und die Rollen verteilt. „Zunächst wollten wir im Frühjahr spielen, allerdings haben sich keine zusammenhängende Vorführtermine gefunden“, informierte Karin Binkert-Hörmann. So wurde stattdessen zu dieser Zeit mit den wöchentlichen Proben begonnen. Um perfekt in ihre Rollen schlüpfen zu können, verdoppeln die Schauspieler nun in den Wochen vor der Premiere sogar ihr Probenpensum. Dies ist auch besonders wichtig, da während der gesamten Darbietung kein Souffleur zur Verfügung steht. Das sei für die Akteure sehr aufregend.

Fiebert der Premiere entgegen: die Laienschauspielerin Karin Binkert-Hörmann.
Fiebert der Premiere entgegen: die Laienschauspielerin Karin Binkert-Hörmann. | Bild: Niklas Fehrenbach

Mindestens genauso aufregend ist die Geschichte. Alleine das Genre Krimikomödie verspricht bereits Mord und Spannung. Genauer geht es in „Fifty Fifty “ um die Hinterlassenschaften der verstorbenen Kunstsammlerin Patricia, auf deren Erbe nicht nur ihre Nichte, sondern auch die Haushälterin, die Hausdame, der Chauffeur und sogar der Schönheitschirurg ein Auge geworfen haben. Da jede Partei möglichst den gesamten Wert für sich behalten möchte, werden hinter dem Rücken gegenseitige Abmachungen getroffen, die meist einen ­„Fifty-Fifty“-Deal vorsehen.

„Das Stück hat Raffinesse, man kann zu Beginn nicht ­ahnen, wie der Ausgang sein wird“, gibt die Schonacherin einen Einblick. „Die Autorin hat sich viele Gedanken gemacht.“

Doch nicht nur der Text der Verfasserin, sondern auch das Ensemble prägt die Inszenierung. So entwickelte das Stück in der Probezeit dank individueller Ideen der Akteure eine ganz eigene, unverwechselbare Note.

Ein großer Dank der Truppe geht bereits im Voraus an die vielen Helfer, die sich in Sachen Bühnenbild eingebracht haben. So konnten die Schauspieler bei den Requisiten auf die Unterstützung eines Möbelhauses der Region sowie auf einheimische Betriebe setzen. Ebenfalls in Planung ist bereits eine Fortsetzung der Komödienreihe im kommenden Frühjahr.

Interessierte können das Schauspiel im Deutschen Haus in St. Georgen an sechs Abenden, jeweils an den Freitagen und Samstagen vom 14. September bis zum 29. September besuchen. Reserviert werden können die Karten per Anruf beim Feinkostladen Hoppe in St. Georgen, Telefon 07724/ 91 83 99. Diese werden dann an der Abendkasse zurückgelegt. Bei guter Resonanz ist es auch denkbar, eine Zusatzveranstaltung anzubieten.