Schonach – Der für Schonach zuständige Revierleiter Jürgen Wernet und der Leiter des Forstamtes Triberg, Phillip Weiner, waren zu Gast im Schonacher Gemeinderat, um einen Rückblick auf das abgelaufene Forstjahr zu geben und den Forstwirtschaftlichen Betriebsplan für das laufende Jahr vorzustellen.

Zuerst aber stellte sich Phillip Weiner vor, der seit Oktober 2017 das Forstamt Triberg leitet. Er gab auch einen allgemeinen Überblick über das forstwirtschaftliche Jahr, das er als eher ruhig bezeichnete. Von allzu großen Schäden durch Sturm und Käfer blieb der Landkreis verschont. Allerdings warf der erste große Sturm 2018 im Landkreis rund 30  000 Festmeter Holz zu Boden.

Bezüglich Käferbefall brachte man die vergangenen Jahre ganz gut hinter sich, allerdings warnte Weiner, dass die Käfer-Population durch ein warmes Frühjahr anwachsen könnte, man dieses aber im Auge behalten werde. Auch auf die Kartellbeschwerde gegen die Landesforstämter kam er zu sprechen. Hierzu soll es wohl im März eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes geben. Nach dieser, so Weiner, hoffe man auf Klarheit, wie man weiter vorgehen werde. Bis Mitte kommenden Jahres werde auf jeden Fall alles wie gewohnt ablaufen.

Jürgen Wernet stellte das Ergebnis des rund 69 Hektar großen Gemeindewaldes vor. Im Jahr 2017 lag beim Wald im Ergebnis wieder eine Verbesserung gegenüber der Planung vor. Zwar liegen die Ausgaben um rund 1800 Euro über Plan, gleichzeitig stiegen aber auch die Einnahmen um 3800 Euro mehr als vorgesehen. In der Summe beträgt der Überschuss des Gemeindewaldes mit rund 15  000 rund 2000 Euro über Plan.

Für das Jahr 2018 soll der Wald rund 9400 Euro Erlös bringen. Weniger als im Jahr 2017, wie Wernet feststellte. Aber man habe beschlossen, im Bereich der Langenwaldschanze auszuräumen, hier gab es doch etliches an Sturmholz. Dazu müsse die Straße einige Zeit gesperrt werden, was höhere Kosten und weniger Erlöse bedeute. Nach den Berichten der beiden Forstamtsmitglieder blieb noch Zeit für Fragen. Ratsmitglied Herbert Fehrenbach (CDU) wollte wissen, wie es denn nach der Entscheidung über den Kartellrechtsstreit weitergehen werde. Weiner erklärte, es gebe hier einige Ideen, so auch ein kommunales Forstamt. Aber das hänge noch von verschiedenen Faktoren ab.

Helmut Kienzler (FWV) stellte fest, dass der kleine Gemeindewald doch jedes Jahr Gewinn abwerfe und so wichtig für die Gemeinde sei. Aber nicht nur deswegen, der Wald könne als Tauschfläche, etwa beim Kauf von Baugebieten, sein. Schön wäre es, wenn man dort mehr Wald zur Verfügung hätte. „Das Forstamt hört doch sicherlich eher von Verkäufen als wir – es wäre schön, wenn Sie uns das dann wissen lassen“, bat er die beiden Forstamtsmitarbeiter.

Dem Forstwirtschaftlichen Betriebsplan für 2018 stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.