Solch ein glanzvolles Fest wurde in der Heimatpfarrei von Pfarrer Peter Kuner schon lange nicht mehr gefeiert. Vor dem Gottesdienst anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums gab es eine Kirchenparade, bei der die örtlichen Vereine und weitere Gruppen in die Kirche St. Urban einzogen.

Dabei gab die Kurkapelle den musikalischen Ton an. Den Auftakt bildeten vier Ministranten mit Kreuz und Kerzen, ihnen folgte die Musikkapelle unter der Leitung von Markus Kammerer, sowie die Feuerwehr und der Turnverein. Auch der Spielring mit dem Trachtenverein liefen mit. Eine lange Schar von Ministranten zog vor zahlreichen Priestern und einem Bischof aus Südkorea in die Kirche ein. Die Schulkameraden des Jahrgangs 1941/42 begleiteten ihren ehemaligen Mitschüler und Jubilar ins Gotteshaus.

Die Feuerwehr marschiert an der Kurkapelle (rechts) vorbei, die die weitere Kirchenparade mit ihrer Musik erfreut.
Die Feuerwehr marschiert an der Kurkapelle (rechts) vorbei, die die weitere Kirchenparade mit ihrer Musik erfreut.

Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom Schonacher Kirchenchor gestaltet. Mehrere Gastsänger aus Furtwangen und Villingen, sowie Solisten komplettierten den Chor, der unter der Leitung von Beatrix Scherer die Mozartmesse „Missa Brevis in G“ aufführte. Ein kleines Orchester und Josef Spath an der Orgel begleiteten die Gesänge.

Dass Peter Kuner der bekannteste Deutsche in Südkorea ist, wurde an den 20 Koreanerinnen deutlich, die in den ersten Bänken Platz genommen hatten. Der Jubilar hatte für seine Geschwister Rosemarie und Hubert samt deren Familien Plätze reservieren lassen.

Am Altar standen mit dem koreanischen Bischof 14 Priester, die gemeinsam mit dem Hauptzelebrant Pfarrer Andreas Treuer den Gottesdienst feierten. Der Jubilar Peter Kuner konzelebrierte wegen seiner Krankheit den Jubiläumsgottesdienst im Sitzen mit. Pfarrer Treuer begrüßte gleich zu Beginn seine Mitbrüder am Altar und die vielen Gäste, die aus auswärts kamen.

Er erinnerte auch an die Doppelprimiz im Jahre 1968 und bedauerte, dass heute kein Doppel-Jubiläum gefeiert werden könne, weil der zweite Primiziant Josef Spath schon wenige Jahre nach seiner Priesterweihe bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte.

In seiner Predigt listete Treuer die zahlreichen Tugenden auf, die vor 50 Jahren von einem Priester erwartet wurden. Sein Fazit lautete: Wie alle Gläubigen sind auch die Priester Heilige und Sünder in einer Person. „Durch Gott werden wir geheiligt, das bedeutet Hoffnung für uns und die Schuld, die uns Gott vergibt, sorgt für die nötige Demut“, sagte der Prediger.

Pfarrer Treuer berichtete auch über die segensreiche Tätigkeit in Korea und verglich das Leben des Jubilars mit einem Dornbusch, der Feuer gefangen hat und dessen Flamme mit Gottes Gnade immer noch leuchtet.

Nia Schneider, Großnichte des Jubilars.
Nia Schneider, Großnichte des Jubilars.

Ein herzliches Grußwort gab es zum Schluss noch von einem guten Freund des Jubilars. Rainer Felbier reiste mit seiner Frau eigens von Hannover an, um sich für die seelsorglichen Dienste des Jubilars zu bedanken.

Auch beim anschließenden Pfarrfest stand Peter Kuner im Mittelpunkt.