Ist die Zeit reif für eine grüne Parteigründung in Schonach? Diese Frage beantwortete Gerhard Kienzler, Initiator der Offenen Grünen Liste mit einem eindeutigen „Ja“.

Gerhard Kienzler
Gerhard Kienzler | Bild: Silke Reents

Mit 28,6 Prozent der Stimmen bei den Gemeinderatswahlen im Mai sei die Offene Grüne Liste (OGL) die beste neue Grüne Liste in ganz Baden-Württemberg gewesen. „Auf diesem grünen Wahlerfolg wollen wir uns nicht ausruhen. Um die gewählten Gemeinderatsmitglieder unterstützen zu können, braucht es starke Strukturen“, so sein Gedanke. Deshalb wollen er und seine Mitbewerber einen grünen Ortsverband gründen, um in Schonach in Zukunft die Ideen und Wünsche umsetzen zu können.

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Das erste Treffen fand am vergangenen Dienstag im Gasthof „Schwanen“ statt. Mit sieben bereits eingetretenen Mitgliedern war der Start gut, im „Schwanen“ selbst fanden sich dann aber ungefähr 20 interessierte Bürger ein – jüngere wie ältere.

Erste sind registriert

Einige hatten sich beim Kreisverband bereits als Mitglieder registrieren lassen, sodass Kienzler recht euphorisch schon das Traumziel „20“ formulierte. Rückenwind erhielt er von Angela Nock aus Triberg, die es im dritten Anlauf in den Kreistag geschafft hatte –lange Jahre eine der wenigen bekennenden „Grünen“ in der Raumschaft.

Größenverhältnisse

Kienzler klärte die Anwesenden zunächst über die Modalitäten der Grünen Partei auf, auch darüber, dass der Ortsverband der CDU in Schonach mit über 100 Mitgliedern mehr als halb so groß sei wie die Mitgliederzahl der Grünen im gesamten Kreis, bis dato knapp unter 200 Mitgliedern.

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Wenn man wisse, dass Schonach bei den Landtagswahlen 2016 noch die „schwärzeste Gemeinde“ im gesamten Bundesland gewesen war, sei der Erfolg der OGL bei den Kommunalwahlen umso höher einzuschätzen, fand Gerhard Kienzler.

Vorstandstrio gesucht

Ganz offensichtlich zeigte sich die Mehrzahl der Anwesenden bereit für den Schritt hin zur Gründung eines grünen Ortsvereins – doch es stand im Raum, dass man ja bei der Gründungsversammlung auch einen Ortsvorstand wählen müsse, der zumindest aus einem paritätisch besetzten Vorsitzenden-Duo, einer Stellvertreterin oder einem Stellvertreter sowie einer schriftführenden Person bestehe. Eine Person, die die Kasse führe, sei laut Kienzler in den Anfangszeiten nicht unbedingt erforderlich, diese Funktion könne man auf die Kreisebene abwälzen. In den erweiterten Vorstand könne man Beisitzer wählen.

Bremse für die Gründung

Tatsächlich erwies sich die Euphorie der Anwesenden als so groß, dass man am Ende der Veranstaltung beschloss, die eigentliche Gründungsversammlung bereits für den 24. Juli zu planen – mit einem Mitglied des Kreisvorstands zur Unterstützung. Das allerdings musste nach Rücksprache mit dem Kreisvorstand zurückgenommen werden, für die Gründungsveranstaltung muss nämlich eine Einladungsfrist von 14 Tagen eingehalten werden.

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Ob diese nun im August oder erst im September stattfinden kann, sei zweitrangig, so Kienzler, der mittlerweile bereits rund 15 Mitglieder registriert hat – „das Traumziel 20 rückt deutlich näher“ – womit Schonach dann tatsächlich der drittstärkste Ortsverband im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis wäre.