Bei zwei ausverkauften Vorstellungen verfolgten knapp 980 Besucher das Programm des Turnvereins Schonach unter dem Motto „We have a Dream“ mit Begeisterung. Phillip Kuner, Vorsitzender des TV, begrüßte die Gäste am Freitag- und Samstagabend im Haus des Gastes und sagte den Zuschauern die Entführung in eine Traumwelt voraus – er versprach nicht zuviel.

Die Ansager Mirja Straub, Thomas Faller und Michael Gantert führen durchs Programm.
Die Ansager Mirja Straub, Thomas Faller und Michael Gantert führen durchs Programm. | Bild: Stefan Hübner

Die drei Ansager Mirja Straub, Thomas Faller und Michael Gantert führten durch das Programm, natürlich passte auch hierbei das Traumwelten-Motto des Abends. So ging es zuerst zur Psychiaterin, die die Träume von Thomas Faller deuten sollte, in denen vor allem auch Michael Gantert seine Rolle spielte. In den folgenden Auftritten sprach man über die Träume des Publikums – jedes Wochenende ein bunter Abend, bei genügend Eintrittskarten und freien Getränken etwa – hatte einmal sogar einen Albtraum, bis man sich bei der letzten Ansage dann zum Frühstück traf und die Träume des Abends noch einmal besprach.

Den Beginn der dreistündigen Aufführungen machte die Leistungsriege unter Leitung von Antje Velten mit dem Tanz „Sleep“. Schleudergang hieß der nächste Auftritt. Kerstin Hör, Antje Velten und Tanja Lehmann spielten unter dem Motto „Buntwäsche im Schleudergang“ drei Hausfrauen, die von der Hausarbeit doch sehr erschöpft waren und sich dann etwas Sport auf Trampolins gönnten.

Die Leistungsriege unter Leitung von Julius Kern lässt als Tex-Mex erkennen, auch Mexikaner können Sport treiben.
Die Leistungsriege unter Leitung von Julius Kern lässt als Tex-Mex erkennen, auch Mexikaner können Sport treiben. | Bild: Stefan Hübner

„Nur ein Traum“ hieß der Auftritt von Angelina Paul, Laura Beha und Antje Velten. Ein Mädchen wollte zu Bett gehen, allerdings machte sich die Bettdecke selbstständig, schließlich tanzten die beiden zusammen, bis beide müde waren und wieder ins Bett fielen. Und: Die Bettdecke war plötzlich wieder leblos, alles nur ein Traum? Flott wurde es dann wieder bei der Leistungsriege der Männer unter Leitung von Julius Kern bei „Tex-Mex.“ Als Mexikaner verkleidet trieben die Sportler in bester Trimm-Dich-Veteranen-Manier allerlei Schabernack auf der Bühne.

Die Mädchen der 9. und 10. Klasse von Tanja Herdner führten einen weiteren Tanz unter dem Motto „The Greatest Show“ auf, bevor es dann bei der gemischten Gruppe unter Zoe Kern etwas gruselig wurde: Die Rocky-Horror-Picture-Show hielt Einzug auf der Bühne.

Antje Velten, Nino Kienzler und Julius Kuner sitzen als Senioren auf der Parkbank und hören Radio, haben aber nicht immer Empfang.
Antje Velten, Nino Kienzler und Julius Kuner sitzen als Senioren auf der Parkbank und hören Radio, haben aber nicht immer Empfang. | Bild: Stefan Hübner

Dann wurde es wieder amüsant, als Antje Velten, Nino Kienzler und Julius Kuner als Senioren auf der Parkbank sitzend Radio hörten. Der Empfang aber war mitunter gestört. Mit Gehstöcken versuchte man, die Empfangsleistung des Radios zu erhöhen und so kamen verschiedene Sender rein.

Spektakuläre Perspektiven

In ihrem Video zeigten Oliver Walendowski, Markus Ketterer und Markus Schwer danach, was hinter dem Erfolg der Turnerinnen und Turner steckt: Hartes Training! Eine Übungseinheit aus spektakulären Perspektiven untermauerte diese Aussage im Film.

Der Fight Club, die Leistungsriege der Frauen unter Antje Velten, zeigte eine Trainingseinheit einer Boxriege, die Leistungsriege der Männer eine Turneinheit am Barren – durch Schwarzlicht und teilweise fluoreszierender Kleidung mit verblüffenden Effekten. Die Tanzgruppe Seduction von Zoe Kern entführte anschließend in das High-School-Musical, die Tanzgruppe Delicious unter Leitung von Ramona Gutemann bot der Westerntanz „Saitensprünge“.

Die Tanzgruppe Delicious unter Leitung von Ramona Gutemann fegt mit einem Westerntanz unter dem Motto Saitensprünge über die Bühne.
Die Tanzgruppe Delicious unter Leitung von Ramona Gutemann fegt mit einem Westerntanz unter dem Motto Saitensprünge über die Bühne. | Bild: Stefan Hübner

Die Lachmuskeln waren beim Auftritt von Helge Hörmann, Christian Scherer und Markus Schwer arg strapaziert. Kellner Markus Schwer hatte einen schweren Stand mit seinen beiden Gästen, die sich recht ungehobelt verhielten und den Sekt in alle Richtungen verspritzten, der Kellner musste sogar die erste Tischreihe mit Planen vor der Sektdusche schützen.

Andy Hör hatte anschließend seinen Gastauftritt. Bevor er allerdings zusammen mit Franziska Schyle seine Rap-Version des Songs Heimat zum Besten gab, hatte er noch einige Anmerkungen zu diesem Thema, er sprach über die Verkitschung des Schwarzwalds, das Ferienland oder die Bedeutung des Dialekts.

Weitere Tänze folgten, wie das „Schachspiel“ der Frauengruppe von Ute Spath, Birgit Hansmann und Inge Steblaj, die Tanzgruppe Hot Steps unter Antje Velten konnte man danach hinter Gittern sehen. Den Abschluss bildete die Leistungsriege der Männer, die als Men in Black auf der Bühne mit halsbrecherischen Sprüngen auf Matte und über den Kasten Alliens jagte.

Der TV hat sich auch dieses Jahr wieder etwas Tolles ausgedacht. Die Losnummern waren auf Kugelschreiber aufgedruckt. Als Gewinne gab es Geschenkkörbe mit Produkten der heimischen Wirtschaft. Als Bühnen-Crew fungierten Zoe und Thorben Kern. Zwischen mehreren Programmpunkten kamen sie auf die Bühne und zeigten dort ihre turnerischen Leistungen.

Musiker Andy unterhielt die Gäste vor, zwischen und nach dem Programm. Und das mit viel Elan. So forderte er zum Bobfahren auf, wobei Johnny Kienzler, Hartmut Burger und Jörg Frey als Vorbild auf der Bühne fungierten, animierte zur Polonaise und zum Sirtaki-Tanz. Das Publikum fand es toll und machte kräftig mit und zollte viel Applaus.