Eine starke Rauchentwicklung im Gebäude der Firma BIW Industriewerk in der Hermann-Burger-Straße 29 in Schonach rief am Donnerstagvormittag die heimische Feuerwehr auf den Plan. Mitarbeiter der Abteilung Oberflächenfinish hatten die starke Rauchentwicklung bei der Abzugsanlage in der Schleiferei entdeckt und sofort beherzt reagiert. Mit einem Pulverlöscher startete Abteilungsleiter Harry Burger den ersten Löschangriff auf den Polierstaub, der sich entzündet hatte.

Um den beißenden Rauch aus dem Firmengebäude zu bekommen, alarmierten die BIW-Mitarbeiter und aktiven Feuerwehrmänner Christian Burger und Christian Fleig umgehend ihre Feuerwehrkameraden. Diese rückten gegen 10.45 Uhr aus und waren mit 21 Mann und vier Fahrzeugen inklusive Drehleiter vor Ort. Unter Atemschutz gelangten die Wehrmänner in die verrauchte Abteilung, holten die qualmenden Metallspäne aus dem Firmengebäude heraus und löschten diese im Freien ab.

Die ins Freie gebrachten, qualmenden Späne werden abgelöscht.
Die ins Freie gebrachten, qualmenden Späne werden abgelöscht. | Bild: Christel Börsig-Kienzler

Das Gebäude wurde ferner mit Hilfe von speziellen Geräten belüftet, damit der Rauch endgültig abzog.

Nach dem Einsatz mit Atemschutz unter der Leitung von Kommandant Dirk Schuler (hinten links) wird mit Belüftern das Firmengebäude vom Rauch befreit.
Nach dem Einsatz mit Atemschutz unter der Leitung von Kommandant Dirk Schuler (hinten links) wird mit Belüftern das Firmengebäude vom Rauch befreit. | Bild: Christel Börsig-Kienzler

Gefahr für die Mitarbeiter bestand keine, wie Kommandant Dirk Schuler auf Anfrage mitteilte. Die Abteilung sei sofort nach dem ersten Löschangriff geräumt worden.

Um sicherzugehen, dass auch keine Gefahr einer Rückentzündung bestand, wurden die Räume der Schleiferei von der Feuerwehr noch mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern abgesucht. Das Rote Kreuz und die Polizei waren ebenfalls vor Ort.

Froh und dankbar, „dass niemand verletzt wurde und nichts Schlimmeres passierte“, war BIW-Geschäftsführer Laurent Lebas. Erleichtert stellte er fest, dass die geschulten Mitarbeiter „richtig reagierten und zuerst die Feuerwehr und dann erst die Geschäftsleitung alarmierten und somit keine kostbare Zeit verloren ging“.

Nach ersten Erkenntnissen hält sich der bei der Rauchentwicklung entstandene Schaden in Grenzen. BIW ist ein metallbearbeitendes Unternehmen mit Schwerpunkt Zerspanungstechnik