Wieder einmal rundum gelungen war die 21. Auflage des Open-Air-Konzerts der Schonacher Band Wombats, bei dem auch in diesem Jahr vor und auf der Bühne im Kurpark Hochbetrieb mit vielen Gästen aus nah und fern herrschte.

Motto: Filmmusik

In diesem Jahr stand die beliebte Veranstaltung unter dem Motto Filmmusik und erstreckte sich erstmals über zwei Abende. Denn bereits am Freitag zeigten die sechs Musiker, die allesamt aus der Raumschaft stammen, zugunsten der Organisation „Pro Uganda“ ihre 2017 entstandene Band-Dokumentation.

Zum 21. Mal auf der Kurparkbühne: Die Schonacher Band Wombats bildet mit ihrem mitreißenden Auftritt den Höhepunkt des Open-Air-Abends.
Zum 21. Mal auf der Kurparkbühne: Die Schonacher Band Wombats bildet mit ihrem mitreißenden Auftritt den Höhepunkt des Open-Air-Abends. | Bild: Lukas Nagel

Doch der 95-minütige Streifen des Schonacher Filmemachers Moritz Huber zog nicht ganz so viele Besucher in den Kurpark, wie Bandleader Wolfgang „Schorle“ Schyle sich erhofft hatte. Dennoch kamen knapp 1000 Euro für den 2013 gegründeten hessischen Verein zusammen, der Patienten in Uganda durch Körper-Prothesen wieder neue Lebensqualität schenken möchte.

Ramona Bausch hatte die Idee

„Die Idee zu der Aktion hatte Ramona Bausch, die Tochter unseres Saxofonisten Hans“, erklärte Schyle, der sich Unterstützung von Vereinsmitglied Detlev Kühne aus St. Georgen holte.

Großer Bedarf an Prothesen

„Alles begann, als Orthopädietechniker Karsten Schulz bei einem Besuch in Uganda auf die hohe Zahl amputierter Menschen und den großen Bedarf von Prothesen aufmerksam wurde. Nach seinem Aufenthalt ließ ihn der Gedanke, etwas verändern zu wollen und sein Fachwissen für Orthopädietechnik nach Uganda zu bringen nicht mehr los“, schilderte Kühne. Er versicherte, dass jeder Cent direkt den Menschen in dem afrikanischen Land zugutekäme. Selbst die Reisen dorthin bezahlen die Mitglieder selbst.

Starke Cover-Versionen

Der Open-Air-Samstag startete am frühen Abend mit dem Auftritt von Franziska Schyle. Bereits zum vierten Mal sang die Schonacherin starke Cover-Versionen von Rock- und Popsongs und Balladen. Begleitet wurde sie von ihrem Paten „Schorle“ an der Gitarre, der gleich Werbung für seine Nichte machte. „Bisher fehlen noch die musikalischen Anwärter in ihrem Alter. So lange muss sie mit mir vorliebnehmen“, lachte er.

Sie sind „die vier Männer aus dem erweiterten Elztal“: Die Frederick-Street-Formation ist in Schonach nicht unbekannt.
Sie sind „die vier Männer aus dem erweiterten Elztal“: Die Frederick-Street-Formation ist in Schonach nicht unbekannt. | Bild: Lukas Nagel

Festival-Charakter gab dem Abend aber auch der knapp eineinhalbstündige Auftritt der Frederick-Street-Band, deren Formation sich als „die vier Männer aus dem erweiterten Elztal“ vorstellte. Doch bei den meisten Schonachern sind Reinhard Göppert, Bernhard Makosch, Rolf Gehring und Heini Kunz, die seit 20 Jahren gemeinsam musizieren, keine Unbekannten mehr. Es handelte es sich schließlich nicht um den ersten Auftritt in der Skigemeinde. Am Samstag präsentierten sie sich mit einem abwechslungsrechen Mix von Rock-, Pop- und Folksongs. Aber auch der eine oder andere Blues zum Mittanzen wanderte über ihre Instrumente.

Höhepunkt des Abends

Gegen 21 Uhr begann mit dem eigentlichen Konzert der Wombats dann der Höhepunkt des Abends. Im ersten Teil präsentierte die Band, die sich durch den für ihre Musik typischen kernigen Sound – erzeugt nicht zuletzt durch irische Flöte und Geige – auszeichnet, gewohnt stilsicher.

Irish Folk als musikalische Muttersprache

Denn zunächst begaben sich Rebecca Peschke, Wolfgang „Schorle“ Schyle, Ralph „Steckle“ Schneider, Rolf Schmidt, Tino Schneider und Hans Bausch mit „Joy of life“, „Daddy‘s lesson“ und vielen weiteren Songs in die Welt ihrer musikalischen Muttersprache, dem Irish-Folk. Unverzichtbar für die Fans der Band sind aber auch ihre Eigenkompositionen, weshalb „Keine Zeit“ genauso wenig fehlen durfte, wie „Der Flieger“.

Von Elton John bis Pink Floyd

Den zweiten Block bildeten heuer zehn von Ralf Schneider für seine Band arrangierte Filmmusikklassiker. Ein absolutes Muss waren neben Elton Johns „Circle of life“ und Hans Zimmers „He‘s a pirate“ auch Pink Floyds „Another Brick in the Wall“, wobei Andreas Hehl mit seiner Trompete diesmal als Gastmusiker brillierte. Die passenden Filmclips wurden auf einer großen Leinwand neben der Bühne eingespielt.

Die Stimmung war bestens

Nach Mitternacht kehrten die Wombats dann wieder zu ihren Klassikern zurück. Bis zu 14 Instrumente fanden sich dabei teilweise auf der Bühne. Die Stimmung bei ungefähr 600 Fans war bestens, befördert auch durch Stände mit Pizza, Thai-Food, den Kaffeewagen und Bierstand.

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