100 Freiwillige engagieren sich derzeit im Bergwaldprojekt. In besonders geschützten Gegenden im Zuständigkeitsbereich des Kreisforstamtes nehmen sie Arbeiten in Angriff, die ansonsten wahrscheinlich nicht erledigt würden – insbesondere am Rohrhardsberg mit seinem einmaligen Ökosystem.

Bei ihrer Arbeit lernen die Helfer viele Dinge über das faszinierende Ökosystem Bergwald. Angeleitet wurden sie von den Projektförstern Henning Rothe, Jonathan Schüppel und Andreas Frieseke vom Verein Bergwaldprojekt. Die Organisation lag in den Händen von Johannes von Stemm von der Kreisforstverwaltung.

Bei den Einsätzen wurden und werden wertvolle Überlebensräume für das seltene Auerwild gepflegt, Hochsitze gebaut und artenreiche Waldwiesen durch die Enthurstung erhalten, die Beseitigung von Gehölzen auf Wiesen. „Ohne diese Freiwilligen, die das seit Jahren gerade hier am Rohrhardsberg machen, würde es hier längst ganz anders aussehen“, ist sich Johannes von Stemm sicher. Derzeit ist die Mannschaft am nordwestlichen Zipfel des Kreises tätig, an der Grenze zum Landkreis Emmendingen.

Neben der praktischen Arbeit gibt es auch Exkursionen, die den Freiwilligen die vielfältigen Aspekte des Waldes näher bringen. „Die Teilnehmer lernen aktiv die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt kennen. Sie leisten in dieser abwechslungsreichen Woche jeder für sich einen persönlichen Beitrag dazu, dass diese Vielfalt erhalten wird“, erklärt Johannes von Stemm. „Auch das Spannungsfeld zwischen Waldnutzung einerseits und Erholungs- und Schutzfunktion andererseits wird für die Projekt-Mitarbeiter durch die verschiedenen Arbeiten und Erlebnisse deutlich“, betont der Förster.

Auch eine kurze Ruhepause gehört zum Bergwald-Projekt – mit regionaler, vegetarischer Verpflegung.
Auch eine kurze Ruhepause gehört zum Bergwald-Projekt – mit regionaler, vegetarischer Verpflegung. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Auch für Verpflegung und Unterkunft ist gesorgt. Rund um die Finstermattenhütte am Rohrhardsberg sind die Zelte der Helfer aufgebaut, ein Koch sorgt für vegetarische Ernährung, die Herkunft der Speisen ist regional und biologisch – „und sehr schmackhaft“, wie die Helfer bestätigen.