Einen sehr heißen Arbeitsplatz hatten diese Woche Mitarbeiter des Schonacher Bauhofs. Bei brütender Hitze besserten sie Straßenschäden aus.

Für 17 000 Quadratmeter hatte die Gemeinde Material bestellt. Mit schwerem Gerät, einem speziellen Fertiger, der Bitumen auf die Straße spritzt und gleich im Anschluss Splitt darauf rieseln lässt, wurden schadhafte Stellen beseitigt. Anschließend fuhren Bauhofmitarbeiter mit einer kleinen Walze über das Bitumen-Splitt-Gemisch, um es zu festigen.

Zuerst war der Trupp im Außenbereich am Rohrhardsberg an der Sauermatte und ab der Skiliftstation Richtung Ramselhof tätig, danach im Gebiet Feldern, Grund und Wittenbach und später im Gewann Freiheit bis Abfahrt zum Anwesen Neumaier.

Die bearbeiteten Straßen können laut Ortsbaumeister Ansgar Paul befahren werden, das sei sogar gut, damit das Material fest wird, allerdings sollte man mit dem Auto vorsichtig unterwegs sein, um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden. Demnächst werde die Kehrmaschine den restlichen Splitt wegfegen.

Wie Paul auf Nachfrage einräumte, seien die Straßensanierungen nur eine vorübergehende Lösung, ein Risse überbrückender Oberflächenüberzug. „Das hält eine gewisse Zeit, aber nicht ewig“, weiß der Fachmann aus Erfahrung. „Man kann es drei- bis viermal wiederholen. Danach muss man die Straßendecke abfräsen, weil der Belag bei hohen Temperaturen viel zu weich wird und so ein ganzes Stück rausgerissen werden kann. Daher sei diese Vorhensweise nicht endlos machbar.

Bei der Mühlebühlbrücke bis zur Skiliftstation am Rohrhardsberg habe man das Ganz schon bis zu fünfmal gemacht und dieses Teilstück dieses Jahr ausgelassen, da es dort keinen Sinn mehr habe. „Hier muss man die Straße komplett erneuern“, betont der Ortsbaumeister. „Daher haben wir diesmal nur die Löcher geflickt, ohne Splittschicht. Die Gemeinde versuche Fördermittel über ein Programm für die dortige Straßensanierung zu bekommen. „Entsprechende Gespräch laufen bereits“, informiert Paul.

„Vom Prinzip her das gleiche Problem besteht aktuell beim provisorischen Kindergarten-Parkplatz an der Verbindungsstraße zwischen Bergstraße und neuer Bergstraße. Ratsmitglied Dominik Wehrle (SPD) war von Bürgern auf die dortige Situation angesprochen worden. Wie er in der jüngsten Ratssitzung berichtete, werde dort der Teerbelag bei hohen Temperaturen flüssig.

Der Ortsbaumeister wusste darüber Bescheid und setzte den Gemeinderat in Kenntnis, dass auch dort ein Splitten nicht lange halten würde. Einzig ein kompletter Ausbau oder eine neue Deckschicht würden auf Dauer Abhilfe leisten. Bürgermeister Jörg Frey sagte zu, dass sich darum gekümmert werde.