23 Grundschulen im Südschwarzwald sind bereits Naturparkschulen. Die gezielte Förderung der Nachhaltigkeit, der Vielfalt, der Regionalität und der Lebensqualität im ländlichen Raum sind die zentralen Ziele dieses Netzwerks.

Auch einige weiterführende Schulen zeigten Interesse und Bedarf an einem Programm für die Sekundarstufe. Allerdings sind Idee und Programm der Grundschulen nur teilweise auf weiterführende Schulen anwendbar, wie Naturführerin Ingrid Schyle erklärte. Daher sollten die Kriterien für die Weiterentwicklung des Konzeptes als Chance und Instrument zur Umsetzung der Bildungspläne und für Bildung für nachhaltige Entwicklung verstanden werden.

Vier Schulen sind im Pilotprojekt: die Werkrealschule der Dom-Clemente-Schule Schonach, die Gemeinschaftsschule Hotzenwald, die Realschule Bonndorf und das Kolleg St. Sebastian in Stegen. Sechs Module seien bereits eingeführt, wie in den Grundschulen gibt es Kooperationspartner.

Eine Möglichkeit der Kooperation sei nun in Schonach gemeinsam mit der Architektenkammer Baden-Württemberg umgesetzt worden, das Modul dazu ist die Siedlungsentwicklung. Der Villinger Architekt Harald Maier hatte sich im Projekt „Architektur macht Schule“ an die Dom-Clemente-Schule begeben, um gemeinsam mit Schyle und der Lehrerin Susann Sproten und ihrer sechsten Klasse Brücken zu bauen, was man sowohl im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn verstehen durfte: mit Holzelementen, die von der Schonacher Schreinerei Hettich zur Verfügung gestellt worden waren.

Gebaut wurde eine berühmte Brückenkonstruktion. Sie stammt von einem der größten Erfinder und Künstler aller Zeiten: Leonardo da Vinci. Die Leonardo-Brücke schafft es, ohne jegliche Befestigungsmaterialien auszukommen. Die selbsttragende Konstruktion wäre dennoch in großer Ausführung sehr stabil. „In den Zeiten da Vincis herrschte überall Krieg – somit hätte man mithilfe dieser Brücke ohne großen Aufwand einen Fluss überqueren können und sie danach sofort wieder mitnehmen können, um einem Verfolger keine Überquerung zu gestatten“, erzählte Maier.

Nicht bei jedem Schüler kam dies gleich gut an, denn teilweise habe man zu dicke Hölzer bestellt, die dann nur sehr schwer eine Brückenkonstruktion zuließen. Andere hatten festgestellt, dass die Arbeit in einem Team, in dem jeder seine Aufgabe wahrnehmen sollte, sehr viel leichter vonstatten ging. Vielleicht brauchte es etwas Geduld, was aber wiederum einen Lernprozess fürs Leben bildete, so die Erwachsenen. Gemeinsam im Team zu arbeiten bringe den Erfolg. Im Gartenbereich der Schule sollen in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere Angebote folgen, versprach Schyle.