„S`goht degege“, auch in Schonach. Am Sonntag wurde offiziell die fünfte Jahreszeit eröffnet und der Narrenrat der Narrenzunft Schonach feierte diesen großen Tag entsprechend.

Schöner Kurpark

Vor dem Hotel "Rebstock" begrüßte Ozumei Jonny Kienzler die zahlreichen Gäste. Es waren zwar nicht die von ihm veranschlagten 3000 Besucher, aber immerhin über 70, die der Zeremonie beiwohnten. Nach den Böllerschüssen – eigentlich waren es nur leise Schüsschen – verkündete er das Motto der Fasnacht 2019: „De Englisch Garde un de Hyde Park sin pàsse, well onser Kurpark isch jetz so schee!“, so soll es lauten. Nach der Verkündung gingen die Narren rasch ins Hotel "Rebstock", denn das Wetter wollte nicht so ganz zum Ehrentag passen.

Freundschaftlich verbunden

Drinnen begrüßte Kienzler noch einige besondere Gäste: unter anderem Schonachs Bürgermeister Jörg Frey, die beiden Ordensträger, Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel und Gremmelsbachs Ortsvorsteher Reinhard Storz, sowie eine große Abordnung der Triberger Narrenzunft, mit der, so Kienzler, ein freundschaftliches Verhältnis bestehe. Auch etliche Frauen der Narrenräte konnte er begrüßen, denn „wenn der 11. 11. auf einen Sonntag fällt, dann laden wir auch unsere Frauen ein.“ Diese Aussage quittierten die Angesprochenen allerdings mit lauten Buh-Rufen.

Nun sei es endlich offiziell soweit, erläuterte Kienzler, die fünfte Jahreszeit sei eröffnet. Allerdings beschäftigte sich die Zunft schon längere Zeit damit. Geschuldet war dies dem Narrenkonvent des Verbands Oberrheinischer Narrenzünfte, der vor kurzem in Schonach stattfand. Eine tolle Veranstaltung sei das gewesen, bei der sich die Schonacher Zunft und die Gemeinde selber von der besten Seite gezeigt hätten, resümierte Kienzler und dankte in diesem Zug allen Beteiligten.

Die Proklamation des Fasnetmottos obliegt Oberzunftmeister Jonny Kienzler (links) im Beisein des ersten Zunftmeisters Hartmut Burger (rechts) sowie Narrenräten und Ordensträgern.
Die Proklamation des Fasnetmottos obliegt Oberzunftmeister Jonny Kienzler (links) im Beisein des ersten Zunftmeisters Hartmut Burger (rechts) sowie Narrenräten und Ordensträgern. | Bild: Claudius Eberl

Zu diesem Anlass hatte man die Gäste aus dem Verband auch in den Geißenstall eingeladen, der nun nahezu fertiggestellt sei. Hier soll es, so der Ozumei, bald auch einen Tag der offenen Tür geben, um die neue Unterkunft der Zunft der Öffentlichkeit vorzustellen.

Nach dem kurzen Rückblick gab es Aufnahmen und Ehrungen. Die Praktikanten Luis Dold, Julian Dold, Luca Fehrenbach und Thomas Schilli wurden offiziell zu Lehrlingen erklärt. Mathias Schmidt und Markus Zoremba wurden zudem für elf Jahre Mitgliedschaft im Narrenrat geehrt.

Darüber hinaus gab es noch die Aufnahme eines neuen Narrenrats. Dieser wurde allerdings ohne vorherige Praktikanten- oder Lehrjahre im hohen Rat willkommen geheißen, was sehr selten ist: Diese Ehre wurde Klaus Börsig zuteil. Dessen Aufnahme stand schnell fest, getagt wurde nach Aussage des Ozumeis dennoch „sehr lange.“ Der erste Zunftmeister Hartmut Burger nahm die Vereidigung des neuen Narrenrats vor. Dieser schwor, die Kriterien einzuhalten, und begoss dies mit Bier, Rossler und Rotwein, während ihm seine Paten Markus Zoremba und Uwe Kammerer zur Seite standen.

Die Paten Markus Zoremba (links) und Uwe Kammerer (Dritter von links) stehen dem neuen Narrenrat Klaus Börsig bei der Vereidigung durch Zunftmeister Hartmut Burger (rechts) gerne bei.
Die Paten Markus Zoremba (links) und Uwe Kammerer (Dritter von links) stehen dem neuen Narrenrat Klaus Börsig bei der Vereidigung durch Zunftmeister Hartmut Burger (rechts) gerne bei. | Bild: Eberl Claudius

Nach den Zeremonien gönnten sich der Narrenrat und die Ehrengäste ein stärkendes Mittagessen. Danach zogen alle Richtung Triberg. Dort wollte man sich, nachdem es in der vergangenen Fasnetsaison ein großes Thema war, nun das Triberg-Land im Original anschauen.