Der Blick in die sparsam beleuchtete Nähstube der ehemaligen Strohhutfabrik Sauter beim „Lebendigen Adventskalender“ zog sehr viele Besucher an. Ermöglicht wurde die Aktion von den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins Schwarzwälder Strohmanufactur Schonach in Abstimmung mit der Gemeinde. Die Kinder der Vorstandsmitglieder, Hannah Kimmig, Elena Schyle und Henning von Stemm eröffneten mit Freunden vom Musikverein den Abend musikalisch und verbreiteten adventliche Stimmung, die zum Mitsingen einlud.

Stürmisch und temperamentvoll starteten Vera von Stemm und Ingrid Schyle die Fensteröffnung. Entschlossen war Vera von Stemm für die Putzaktion ausgerüstet und voller Tatendrang. Ausgebremst wurde sie von Ingrid Schyle. Mit den Argumenten der Gemeinde hinsichtlich Baufälligkeit und Sicherheit, stoppte sie die Putzaktion. „Es wäre eine spannende Geschichte“, erläuterte sie den Besuchern zur Strohhutfabrik, doch es fehle das Happy End. Darum bemühe sich der Förderverein, erklärte sie und verwies auf viele Ideen und Konzepte, die ausgebrütet und überprüft werden. „Wir hoffen alle auf ein gutes Ende“, bestätigte sie.

Mit der Fabel vom wundergläubigen Strohhalm schloss sich der besinnliche Teil an den turbulenten Auftakt. Die widerborstigen Strohhalme im Schlafsack eines armen Mannes machten ihn darauf aufmerksam, dass sie es waren, die in der heiligen Nacht dem Jesuskind von allen irdischen und himmlischen Wesen am nächsten waren. Wärmend und knisternd, waren sie es, die das Kind zum seligen Lächeln verleiteten. Gemeinsam boten die Frauen des Vorstands den Besuchern einen stimmungsvollen Abend und der Blick in die Nähstube wurde gerne angenommen. Tanja Lehmann hatte eigens dafür ein komfortables Podest gezimmert. Gemeinsam hatten sie die Fenster geputzt, Kabel verlegt und die Nähstube dezent ausgeleuchtet. „Jeder, wie er konnte“, so die Vorsitzende Kathrin Kimmig, trug zum Gelingen des Abends bei.