Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, dass die Mauer abgerissen, die Straße verbreitert und die Mauer dann in Betonausführung wieder versetzt aufgebaut werden soll.

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Die Gemeindeverwaltung empfahl dem Rat in seiner jüngsten Sitzung, die Mauer zumindest in Teilen in den nächsten ein bis zwei Jahren zu sanieren, und zwar auf einer Länge von sechs bis sieben Metern in zwei Bereich der Mauer. Ob das Zwischenstück allerdings stehen bleiben wird, das bezweifelt das Bauamt. Die Gesamtlänge des zu sanierenden Teilstückes würde dann auf 20 bis 25 Meter anwachsen.

Vorsorglich gekauft

Die Bruchsteinmauer befindet sich in einer Engstelle des Grubweges, hier ist die Straße nur viereinhalb bis fünf Meter breit. Vorsorglich kaufte die Gemeinde einen Teil des dahinterliegenden Grundstückes, um so bei einem Ausbau des Grubwegs eine entsprechende Verbreiterung vornehmen zu können. In diesem Fall müsste die Stützmauer komplett abgebrochen und weiter hinten neu errichtet werden. Die Verwaltung schlug aus diesen Gründen vor, bei einer Sanierung gleich die Straße zu verbreitern.

Naturstein verdoppelt den Preis

Die Kosten bei einer Sanierung würden sich auf 20.000 bis 25.000 Euro belaufen. Wollte man die Straße verbreitern, müsste man die Stützmauer komplett abbrechen und dann ein bis eineinhalb Meter weiter hinten wiederaufbauen. Das bedeutet aber wesentlich höhere Bau- und Planungskosten, mit 100.000 Euro sei beim Bau einer Betonmauer rechnen, bei einer Verblendung mit Naturstein gar mit bis zu 200.000 Euro.

Gleich versetzen

Zwar wäre eine Sanierung deutlich günstiger, allerdings auch nicht von allzu langer Dauer. Es sei damit zu rechnen, dass in einigen Jahren weitere Teilstücke saniert werden müssten. Im Zuge eines ordnungsgemäßen Ausbaus des Grubweges müsste die Mauer dann sowieso komplett abgerissen werden. Die Verwaltung regte daher an, statt zu sanieren, die Mauer gleich zu versetzen. Der Neubau könnte in den Haushaltsjahren 2021/2022 erfolgen, eine Planung des Bauwerkes sollte aber mit entsprechendem Vorlauf erfolgen. Die Gemeinderäte waren sich einig: Das muss gleich richtig gemacht werden.

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Vor allem hinsichtlich eines eventuellen Ausbaus samt Gehweg, befand Petra Hettich (FWV). Gerhard Kienzler (OGL) regte an, den Gehweg, der erst bei Ausbau der Straße angelegt wird, mit einem Strich zu markieren. Bürgermeister Jörg Frey sah das ähnlich: „Dann hätten wir vom Sport Hör bis hinauf zur evangelischen Kirche einen Gehweg, zumindest einen markierten.“ Die Verbreiterung der Straße wird vom Rat gewünscht, die immensen zusätzlichen Kosten werden jedoch mit Argwohn betrachtet. Herbert Fehrenbach (CDU) sprach sich für eine Betonmauer mit Struktur aus. Herbert Rombach (CDU) ergänzte, das könne durch eine Schalung mit sägerohen Brettern erreicht werden.