Der Freiburger Münsterturm ragt wieder stolz und schlank in den Himmel empor – ohne Gerüst. Ein Dutzend Jahre war der Turmhelm dahinter versteckt und wurde von mehreren Steinmetzen unter der Leitung von Münsterbaumeisterin Yvonne Faller aufwendig saniert. Im Oktober war das Ende der Restauration mit einem großen Fest gefeiert worden.

Nicht nur die Freiburger feierten mit. Der schwerkranke Schonacher Rudi Haberstroh sorgte dafür, dass beim großen Fest auch Schonacher nicht fehlten. Die Münsterbaumeisterin zeigte sich begeistert, als ihr Max Haberstroh zwei Collagen überreichte, die sein Bruder Rudi trotz der unheilbaren Krankheit mit letzter Kraft zusammengestellt hatte. Die künstlerisch wertvollen Bilder verschönern nun das Büro des Münsterbauvereins und erinnern an andere schöne Gotteshäuser.

Die große Collage steht ganz im Zeichen von Glückwünschen ähnlicher Kirchen aus Süddeutschland. Mit eigenen Bildern gratulieren zur gelungenen Sanierung des Freiburger Münsters neben der Triberger Wallfahrtskirche Maria in der Tanne auch die Wälderbasilika St. Urban von Schonach und das Münster Unserer Lieben Frau von Villingen. Aber auch Gotteshäuser außerhalb des Schwarzwald-Baar-Dekanates gratulieren, angefangen vom Straßburger über das Breisacher, das Salemer und das Konstanzer Münster bis hin zum Marienmünster auf der Insel Reichenau und dem spätgotischen Münster St. Nikolaus in Überlingen.

Offensichtlich kennt der Hersteller der Glückwunsch-Collage alle aufgeführten Kirchen aus eigener Anschauung. Yvonne Faller ist dem Künstler Rudi Haberstroh sehr dankbar für das schöne Bild. Sie freut sich aber auch über die kleinere Collage, die Rudi Haberstroh als Lichtskulptur entworfen hat und die nach der Ausstellung im Triberger Rathaussaal auf einem eingerahmten Foto festgehalten wurde. Nun hängt das Bild mit den seltenen Tiffany-Lampenschirmen rund ums Freiburger Münster nicht nur im Bürgerbüro-Eingang der Wasserfallstadt, sondern auch in der Münsterbauhütte von Freiburg.

Yvonne Faller lobt den treuen Sponsor aus Schonach sehr, denn er sorgte mit seinen Kunstwerken nicht nur für die Verschönerung der Münsterbauhütte, er ist auch Mitglied im Münsterbauverein und half mit größeren Spenden mit, dass die Sanierung möglich wurde. Zwölf Millionen Euro kostete die Sanierung des Turmes. Davon stammen fast sechs Millionen Euro von Sponsoren.

Die Münsterbauhütte in der Schoferstraße 4 ist geöffnet von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr. Bei den Führungen sind auch die Collagen von Rudi Haberstroh zu sehen.

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