Der Verein die Schwarzwalduhr, kurz VdS, mit Sitz in Schonach hatte zur Hauptversammlung ins Hotel Ochsen nach Schönwald eingeladen. „Leider lief im vergangenen Jahr nicht so viel wie geplant. Gespräche über Online-Handel, After-Sales-Service und die damit verbundenen rechtlichen Probleme fanden mangels Interesse nicht statt“, sagte Vorsitzender Ingolf Haas.

Derzeit findet noch die Wahl zur Schwarzwalduhr des Jahres statt. Im Europapark Rust werden die Uhren der Mitgliedsfirmen gezeigt, die Besucher können dort ihre Favoriten wählen. Eigentlich, so Haas, sollten die Uhren an prominenter Stelle gleich im Eingangsbereich gezeigt werden. „Aber durch den Brand im Park wurde der Brandschutz verschärft. Statt in den geplanten Vitrinen wurden die Uhren nun in einem Laden im Park gezeigt.“ Dennoch sei man mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden. Der Park mit seinen mehreren Millionen jährlicher Besucher bringe doch einen gewissen Werbeeffekt.

Die Kürung zur Schwarzwalduhr des Jahres soll nun im Januar stattfinden. Die Wahl 2019 soll dann voraussichtlich auf der Burg Hohenzollern stattfinden. „Uns gehen aber nun langsam die Locations aus“, bemerkte Haas. Diese sollten außerhalb des Kuckucksuhrenlandes an möglichst prominenter Stelle sein, wie der Vorsitzende anmerkte. Er zeigte sich für Vorschläge offen.

Laut Kassier Konrad Weis nahm der Verein die größten Summen durch den Verkauf der VdS-Siegel und Mitgliedsbeiträge ein. Die größten Ausgaben verbuchte man unter Werbungen und Steuerzahlungen. Insgesamt konnte man 2018 den Kassenstand erhöhen.

Bei den Wahlen sollte auch der Vorsitzende Ingolf Haas gewählt werden. Er kündigte an, dass dies seine letzte Amtsperiode sein werde. Haas erläuterte gleich einige Aufgaben, die in Zukunft anstehen.

So merkte er an, dass in einigen Jahren die Schnitzer ausgehen würden, weil kaum mehr Nachwuchs nachkomme. Er mahnte, dass dieses Problem dafür sorgen könnte, dass die gesamte Produktion und das Angebot sinken könnte. „Wir müssen hier Fäden ziehen – und das geht nur gemeinsam.“

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Insgesamt sei man zwar eine kleine, aber dafür enorm wichtige Industrie, so Haas weiter, fast schon ein Kulturgut. Um dieses zu erhalten, so beteuerte er nochmals, müsse man trotz aller Konkurrenz gemeinsame Strategien für die Zukunft entwickeln. Die Versammlung diskutierte dann noch über verschieden Themen, vornehmlich die Einrichtung von weltweiten Service-Stationen und gemeinsame Konditionen beim Versand der Produkte in die ganze Welt.

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