Der alte Kanal, so erläuterte Ortsbaumeister Ansgar Paul im Gemeinderat, sei noch aus Steinzeug, die Rohre haben größere Versätze und Versprünge. Bei Starkregen gibt es aufgrund der Undichtigkeiten auch bereits Probleme mit einlaufenden Wasser in einigen Häusern in der Triberger Straße. Eigentlich, so erinnerte Paul, sollte der Kanal ja schon im Jahr 2018 ausgetauscht werden, das wurde aber seinerzeit aufgrund der Brückenbaustelle an der Apotheke verschoben.

Wasserarten trennen

Mittlerweile kam die Diskussion auf, ob man zur eigentlichen Kanalsanierung nicht gleich einen zusätzlichen Regenwasserkanal auf der gleichen Länge bauen sollte, um Abwasser und Oberflächenwasser getrennt ableiten zu können. Außerdem soll auch die Wasserleitung gleich mit erneuert werden, denn „dort ist auch so ein Schwerpunkt mit Rohrbrüchen“, wie der Ortsbaumeister wusste.

Kosten berechnet

Ein Planungsauftrag wurde bisher noch nicht vergeben, der Haushalt 2019 weist hier einen Ansatz von 45 000 Euro aus. Das Planungsbüro Greiner hatte nun auf Basis der vorliegenden Daten grobe Kosten für die Maßnahme errechnet. Rund 240 Meter Kanal sollen saniert werden, hier würden Kosten von rund 480 000 Euro anfallen. Bei einem gleichzeitigen Austausch der Wasserleitungen kämmen nochmals 96 000 Euro dazu, insgesamt also rund 576 000 Euro. Die ausführlichen Planungsarbeiten kämen nochmals auf rund 95 700 Euro.

Büro kommt Gemeinde entgegen

Die Gemeindeverwaltung empfahl dem Rat, die Planungen an das Büro Greiner zu vergeben, zum einen seien die Kosten fair berechnet, zum anderen habe Greiner mittlerweile entsprechende Vorkenntnisse zur Schonacher Kanalisation. Ein Vergleichsangebot wurde nicht angefordert, ergänzte Bürgermeister Jörg Frey. Denn die meisten Planungsbüros würden aktuell eh keine Aufträge mehr annehmen, und Greiner sei der Gemeinde entgegengekommen.

Doppelte Planung

Thomas Strunskus, CDU, bekräftigte, dass man unbedingt einen zusätzlichen Regenkanal bauen sollte. Frey betonte, dass das Ingenieurbüro Angebote für einen einfachen und einen zweifachen Kanal erstellen würde. Ansgar Paul ergänzte, dass die berechneten Kosten inklusive des Regenwasserkanals zusammengestellt wurden.

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Aktuell, so führte Frey aus, gehe es aber nicht um die Vergabe der Aufträge, sondern um die Vergabe der Planungen, damit die Bauarbeiten dann im Haushalt 2020 zum Tragen kommen. Der Gemeinderat stimmte schließlich der Planungsvergabe an das Büro Greiner einstimmig zu.