Einiges zu tun hatte der Skiclub Schonach, um das Alpencup-Wochenende zu bewältigen. Aufgrund der widrigen Bedingungen mussten die Wettkampfstätten von Schonach auf die Schanze nach Hinterzarten und in das Loipenzentrum Weißenbach in Schönwald verlegt werden.

Das Schanzenteam rund um Udo Maier war bereits am Freitag zum Training und PCR in Hinterzarten vor Ort und half dem hiesigen Schanzenteam, die Rothaus-Schanze sprungfest zu machen. Somit konnte nicht nur der Alpencup in der Nordischen Kombination mit dem Ausrichter Skiclub Schonach, sondern auch der Alpencup im Skispringen mit Hinterzarten als Ausrichter stattfinden. Die Zusammenarbeit ging über den kleinen Dienstweg mit dem Skiclub Hinterzarten und dem Förderverein Biathlon Schönwald. „Mit kurzen Telefonaten und einem regen Mailverkehr war die Zusammenarbeit mit den Vereinen total angenehm“, so Heidi Spitz vom Organisationskomitee des SC Schonach.

Die Helfer vom Skiclub Schonach, Siegfried Duffner, Christoph Faller, Josef Weber und Norbert Joos (von links) freuen sich über den reibungslosen Verlauf der Wettbewerbe.
Die Helfer vom Skiclub Schonach, Siegfried Duffner, Christoph Faller, Josef Weber und Norbert Joos (von links) freuen sich über den reibungslosen Verlauf der Wettbewerbe.

Um den 38 Mädchen und 68 Jungen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Slowenien, Tschechien, Polen und Italien einen herausragenden Alpencup bieten zu können, war Manneskraft gefordert. Das Equipment musste von Schonach aus an die beiden Wettkampfstätten transportiert und dort aufgebaut werden. Der Eiseskälte trotzten die insgesamt 35 Helfer vom Skiclub Schonach. Unter ihnen auch Fachpersonal, das bereits international als technisch Delegierte (TD) eingesetzt wurde. So kümmerte sich Siegfried Duffner, der als technischer Delegierter zur FIS-Junioren-WM in Kandersteg/Goms berufen wurde, als Stadionchef, um das Geschehen im Weißenbach-Stadion zu koordinieren. Für die optimal präparierte Strecke war Markus Spitz verantwortlich.

Dabei waren die Schonacher nicht nur als Ausrichter vor Ort, sondern auch mit Athleten vertreten. Der 16-jährige Lokalmatador Jonas Jäkle erreichte am Samstag den 20. Platz und am Sonntag den 29. Rang bei einem Starterfeld von über 60 Kombinierern. Beim Einzel-Spezialskispringen am Samstag wurde der ebenfalls 16-jährige Lokalmatador Claudio Haas 42. und beim Springen am Sonntag 24., bei einem Starterfeld von 68. Teilnehmern.

Auch heimische Sportler sind beim Alpencup in der Nordischen Kombination und im Skispringen am Start: Im Bild Kombinierer Jonas Jäkle.
Auch heimische Sportler sind beim Alpencup in der Nordischen Kombination und im Skispringen am Start: Im Bild Kombinierer Jonas Jäkle.

Da die Spezialskispringerinnen in der Wettkampfserie des Alpencups der Nordischen Kombination mit inbegriffen sind, war auch Tia Kern vom Skiteam Schonach-Rohrhardsberg am Start. Zwar geschwächt von einem grippalen Infekt, war sie dennoch über ihre Teilnahme glücklich: „Ich bin so froh, hier springen zu dürfen.“ Einen zweifachen Erfolg konnte der Österreicher Mika Vermeulen, der in der Loipe einfach nicht zu schlagen war, verbuchen. Bei den Mädchen gab es ebenfalls nur eine Siegerin bei zwei Wettbewerben. Jenny Nowak vom sächsischen SC Sohland siegte mit großen Abständen vor ihren Konkurrentinnen.

Spezialspringer Claudio Haas.
Spezialspringer Claudio Haas.

Schonachs Rennsekretär Norbert Joos war am Ende vollkommen zufrieden: „Es ist klasse, solch einen Wettbewerb im Schwarzwald veranstalten zu können und ihn nicht mangels Schnee ins Ausland verlegen zu müssen. Wir bieten somit den nationalen Nachwuchssportlern ein gutes Wettkampf-Angebot, um sich in Hinblick auf die JWM zu qualifizieren.“ Durch die Austragung des Alpencups im eigenen Land wird es möglich, eine nationale Gruppe von fünf weiteren Startern zu stellen.