Wohl nirgendwo spürt man die Corona-Krise so stark wie im Tourismus. Dies trifft auch in Schönwald die Hotels und Restaurants hart. Unsere Zeitung hat das eine oder andere Haus darauf angesprochen, wie sie diese spezielle Zeit erleben.

Niemand kommt

Manuela Scherer-Cerasola vom Vier-Sterne-Haus „Dorer“ zeigt sich schwer getroffen: „Das Hotel ist für Geschäftsreisende geöffnet, allerdings kommt niemand. Das Restaurant dagegen, für das mein Mann Salvatore Cerasola kocht, muss geschlossen bleiben. Also sind wir komplett ausgebremst“, zeigt sie die aktuelle Situation auf.

Hoffen und bangen

Die ganze Situation habe für sie etwas Unfassbares, Unwirkliches. „Man sitzt da und fragt sich, wie lange das noch gehen wird“, erklärt resigniert. „Nachdem mal alle Anträge ausgefüllt hat, sein Personal in Kurzarbeit geschickt hat, sitzt man da und wartet und hofft, dass das alles auch so läuft wie versprochen. Dennoch hat man natürlich dennoch seine Kosten. Man hofft und bangt, dass es reichen wird und dass diese unwirkliche Situation hoffentlich schnell vorbei sein wird“, erzählt die Hotelbetriebswirtin.

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Außerdem denke sie intensiv nach, sammle Ideen. Zum einen, um sich zu beschäftigen, und natürlich auch, um im Gedächtnis zu bleiben – und selbstredend auch, um den Menschen etwas Schönes anzubieten. „Wie zum Beispiel unsere Osteraktion, bei der wir unseren Restaurant-Kunden leckere Menüs aufzeigen, bei denen man verschiedene Vorschläge selbst zusammenstellen kann“, erzählt sie. Momentan seien sie unsicher, wie es danach weitergehen werde. „Sicher sind wir, dass es weiter geht, aber es wird wohl nicht mehr so, wie es war. Wobei der Hotelbetrieb sicher deutlich langsamer anlaufen wird als die Gastronomie“, ist sie sicher.

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Die Lage nutzt derzeit die Familie Rütschle für deren Hotel-Gasthof „Schwarzwaldtanne“ in anderer Hinsicht aus: „Momentan sind wir dabei, die Zimmer zu Renovieren. Dazu bringen wir die Gartenanlage rund ums Haus auf Vordermann“, so Inhaber Michael Rütschle.

Kaum Bedarf an Bringservice

Er habe sich auch Gedanken über einen Abhol- oder Bringservice gemacht. Das komme aber aus mehrfacher Sicht nicht infrage: „Wir sind hierzu nicht eingerichtet, auf Anfrage haben wir auch keine Resonanz dafür festgestellt. Gutscheine können aber gerne bestellt und abgeholt werden. Wir hoffen, dass der Spuk bald vorbei ist und wir Einheimische und Gäste wieder verwöhnen können“.