Kai Stehle ist seit April Leiter des Polizeireviers St. Georgen. In deutlichen Worten zeigte Stehle auf, wie sicher es in Schönwald sei. Baden-Württemberg gelte ohnehin als eines der sichersten Länder der Republik. Schönwald liege im Landkreis sogar noch deutlich unter dem langjährigen Mittel. So sei die Fallzahl 2046 in Schönwald beruhigend. Sie rechnet die tatsächlichen Fälle auf 100.000 Einwohner hoch. So kann die Kriminalitätslage unterschiedlich großer Kommunen leichter verglichen werden. In Schönwald sind es 2019 nur 48 Straftaten gewesen – genau so viele wie vor zehn Jahren, ein Minus von 14,3 Prozent.

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Fahndungsdruck auf Rauschgiftszene

Die vier Rauschgiftdelikte seien eventuell durch erhöhten Fahndungsdruck offenkundig geworden. „Vielleicht haben wir hier das Dunkelfeld etwas aufgehellt“, so Stehle. Deutlich zugenommen habe die Straßenkriminalität, wozu Kleindelikte wie Sachbeschädigungen an Fahrzeugen zählen.

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Wieder auf Null zurück gingen Sexualdelikte (im Vorjahr eine Tat). Die Vermögens- und Fälschungsdelikte, zu denen auch Internetbetrug zählt, stiegen um einen Fall. Zu den Aussagen, dass Taten von Asylsuchenden zunähmen konnte Stehle gegenteilige Zahlen nennen – allgemein seien es weniger geworden, in Schönwald liege die Zahl bei Null, insgesamt habe es fünf nichtdeutsche Tatverdächtige gegeben.

Unfallzahlen gehen zurück

Positiv sehe er auch die Entwicklung der Unfallzahlen, die von 118 auf 102 zurück gegangen waren. Zwar sei jeder Unfalltote oder Schwerverletzte zu viel, doch auch hier habe es nur einen Todesfall (Vöhrenbach) gegeben, die Zahl der Schwerverletzten lag bei 31 (Vorjahr 28). In Schönwald habe es mit fünf erfassten Unfällen einen Unfall weniger gegeben, dafür beliefen sich die Geschädigten auf nur sechs Leichtverletzte, weder einen Todesfall noch Schwerverletzte waren zu verzeichnen.

Beim Motorradlärm sind der Polizei die Hände gebunden.
Beim Motorradlärm sind der Polizei die Hände gebunden. | Bild: Hauke-Christian Dittrich

Bürgermeister Christian Wörpel gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass man Motorrad- und Autolärm durch eine höhere Kontrollfrequenz in den Griff bekommen könne, allerdings sehe er auch die personelle Situation kritisch. Stehle machte ihm wenig Hoffnung: „Hier ist zunächst der Gesetzgeber gefordert“, sagte er. Momentan sei die Mehrzahl der sehr lauten Motoren legal.