Im dritten Jahr als Oberschützenmeister bewies Tobias Moser in seiner zweiten Hauptversammlung von insgesamt 66 Versammlungen seit der Wiedergründung erneut Souveränität. Eine grandiose Leistung bescheinigte ihm auch sein Vorgänger Rudi Schätzle. Der Rückblick des Vorsitzenden war zuerst ein Dank: Für die Unterstützung, die ihm von allen Seiten gewährt wird, für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die von nahezu jedem der rund 230 Mitglieder geleistet werden für die Loyalität, die man ihm entgegen bringe. Doch nicht nur Zeit werde investiert, so manches Mitglied bringe auch Geld ein. „Das wird einfach gemacht, ohne viel Aufhebens drum zu machen“, stellte er begeistert fest.

Die Gewählten des Schützenvereins Schönwald (von links): Jürgen Obergfell, Klaus Dold, Veronika Storz, Oberschützenmeister Tobias Moser, Thomas Kern, Manuel Fehrenbach, Max Weis, Patrick Kern und Reimund Kuner.
Die Gewählten des Schützenvereins Schönwald (von links): Jürgen Obergfell, Klaus Dold, Veronika Storz, Oberschützenmeister Tobias Moser, Thomas Kern, Manuel Fehrenbach, Max Weis, Patrick Kern und Reimund Kuner. | Bild: Kommert Hans-Jürgen

Etliche Mitglieder hätten die Corona-Pandemie und die ausgefallenen Rundenwettbewerbe dazu genutzt, nach dem Kleinkaliber-Stand zu schauen – danach wurden dieser und der Luftgewehrstand runderneuert. 39 Helfer hätten ab Oktober 2020 in 134 Tagen mehr als 2600 Arbeitsstunden geleistet. Vor allem Klaus Storz habe man praktisch täglich angetroffen – er habe allein gut 500 Stunden gearbeitet. So habe man nun die Zeit der Corona-Einschränkungen bestens genutzt, man habe nun ein praktisch runderneuertes Schützenhaus.

Seit dem Aschermittwochsessen lief praktisch nichts mehr. Immerhin, der Verein sei stolz darauf, erneut Schützen in seinen Reihen zu haben, die es zur Deutschen Meisterschaft in München geschafft hätten.

Schatzmeister Armin Kuss wurde von Kassenprüfer Klaus Dold vertreten. Dieser stellte in seinem Bericht fest, dass zwar noch Gelder da seien, diese aber, dank fehlender Einnahmen und hoher Ausgaben durch die Renovierung stark dahingeschmolzen seien. Man habe seit März 2020 praktisch keine Einnahmen mehr aus Festen. Seither sei auch das Vereinsheim nicht mehr geöffnet gewesen – erst in jüngster Zeit sei es wieder offen. Fünfstellig präsentierte sich daher der Verlust.

Schussmeister Dietmar Kuner und seine Böllerschützen begannen das Jahr 2020 mit dem weithin bekannten Neujahrsschießen, am 6. Januar war der Fasnetstart, wo eine kleine Abordnung seit Jahren in Unterkirnach antritt. Dazu kamen Auftritte auf dem Feisenhof Mitte März. Und man schoss so manchen Ehrensalut bei Beerdigungen und runden Geburtstagen. „Wir hatten entgegen der Vorjahre eher spärliche Aktivitäten“, stellte er bedauernd fest. Immerhin konnte er stolz vermelden, dass er vier Neuzugänge (die ihre Sprengscheine bestanden hätten) und somit 21 Aktive habe. Fünf neue Kanonen seien fast fertig.

Bürgermeister Christian Wörpel lobte die beachtliche Arbeit der Schützen vor allem mit jungen Leuten.

Besondere Ehrungen gibt es bei den Schützen für (von links) Ehrenmitglied Wolfgang Storz, Ursula Haberstroh, Ehrenmitglied Dietmar Kuner, Erika Kaltenbach, Oberschützenmeister Tobias Moser, Gabi Storz und Manfred Kaltenbach.
Besondere Ehrungen gibt es bei den Schützen für (von links) Ehrenmitglied Wolfgang Storz, Ursula Haberstroh, Ehrenmitglied Dietmar Kuner, Erika Kaltenbach, Oberschützenmeister Tobias Moser, Gabi Storz und Manfred Kaltenbach. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Geehrt wurde reichlich: Für 20 Jahre wurden Patrick Beha sowie Pfarrer Andreas Treuer geehrt. Für 25 Jahre Treue erhielten Wolf-Wilhelm Adam, Armin Bernhard, Barbara Gehring, Jürgen Graf, Ursula Haberstroh, Arnold Mayer und Christiane Obergfell die Ehrennadel in Silber des Deutschen Schützenbundes (DSB). Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden Ralf Dorer, Michael Pretzer, Jürgen Ragg, Robert Walter und Arno Winterhalter ausgezeichnet. Seit 40 Jahren gehören Erika und Manfred Kaltenbach und Gabi Storz dem Verein an und erhielten die Ehrennadel des DSB in Gold. „Wir haben in den letzten Monaten einige Ehrenmitglieder verloren. Bei uns hängt eine Ehrenmitgliedschaft nicht von einer bestimmten Vereinszugehörigkeit ab, man muss sie sich verdienen“, erklärte der Oberschützenmeister. Daher freue er sich, die Schussmeister Dietmar Kuner und Wolfgang Storz mit der Ehrenmitgliedschaft auszeichnen zu können.