Erwischt hat es, in mehr oder weniger großem Umfang, auch den Schützenverein. „In erster Linie sind wir betroffen durch die vorübergehende Schließung unseres Vereinsheims. Vor allem die Einnahmen durch unseren Gastraum fehlen uns natürlich, auch das Training auf unseren Sportanlagen entfällt“, sagte Oberschützenmeister Tobias Moser. Alle Kreis- und Landeswettbewerbe seien bis zum Herbst abgesagt. „Man kann klar sagen, das Vereinsleben ist für uns aktuell komplett ausgesetzt“, bringt er es auf den Punkt.

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Ebenfalls tief betroffen ist auch der FC 1921 Schönwald. Seit dem 14. März hat der Fußballclub gemäß der Empfehlung des Südbadischen Fußballverbands den Trainings- und Spielbetrieb für alle Mannschaften bis auf Weiteres ausgesetzt. Der Sportplatz, das Vereinsheim und die Sporthalle sind für vereinsspezifische Aktivitäten gesperrt.

Termin bleibt offen

Das bedeutete auch, dass die für Freitag, 27. März geplante Jahreshauptversammlung vorerst abgesagt und verschoben wurde. „Einen neuen Termin haben wir ganz bewusst noch nicht festgelegt, dieser wird aber natürlich rechtzeitig bekanntgegeben“, erzählte Sportvorstand Christian Duffner. Auch das Cego-Turnier am Karfreitag im Vereinsheim war abgesagt worden. „Wir hoffen, dass wir das Cego-Turnier im nächsten Jahr wieder durchführen können“, sagte Duffner.

Vorsicht ohne Panik

Hierbei handele es sich um Vorsichtsmaßnahmen, die sowohl Vereinsmitglieder als auch Angehörige und das Umfeld schützen sollen. Man bitte deshalb darum, diese Entscheidung zu akzeptieren und mitzutragen. Die Maßnahmen sollen weder Panik verbreiten noch Ängste schüren, vielmehr geht es um einen verantwortungsvollen und vorausschauenden Umgang mit einer Situation, deren Entwicklung aktuell leider noch nicht absehbar sei.

Mannschaften halten Kontakt

„Wir folgen damit ausnahmslos den Empfehlungen der Politik respektive des Bundesgesundheitsministeriums und auch des Südbadischen Fußballverbands. Unsere Mannschaften und Trainer sind in ihren jeweiligen WhatsApp-Gruppen miteinander verbunden und halten darüber den Kontakt“, betonte Duffner. Wie und wann es weitergehe, lasse sich derzeit natürlich nicht abschätzen.

Neuer Gegner

Der Verein sei aber ganz klar der Meinung: „Unser größter Gegner ist aktuell nicht der auf dem Fußballplatz sondern das Coronavirus – dagegen müssen wir jetzt alle weiterhin kämpfen, Geduld haben und uns an die Empfehlungen halten“, nannte er die Nahziele.

Einnahmen gehen verloren

Noch nicht bezifferbar seien die Auswirkungen auf die Finanzen des Vereins, zeigte Finanzvorstand Felix Hirt auf. Inwieweit beispielsweise Sponsoren sich zurückzögen, könne man Stand heute nicht sagen. Neben der rein menschlichen sieht Hirt durchaus auch die finanzielle Herausforderung für den Verein. Fehlende Einnahmen durch Eintrittsgelder oder die Bewirtung im Vereinsheim forderten speziell ihn, finanzielle Abstriche zu machen, wobei er zusätzliche Sparmaßnahmen kaum erkennen könne, „da wir traditionell darauf achten, keine unnötigen Ausgaben zu machen“, so der Finanzvorstand. So ließen sich gewisse Ausgaben wie Versicherungen oder Strom kaum vermeiden.

Ausgaben sind geringer

Dafür seien die laufenden Ausgaben für den sportlichen Betrieb derzeit eher gering – so sei der Bedarf an neuen Bällen momentan schlicht nicht vorhanden. Gerade dabei sei nie gespart worden – und das werde auch in Zukunft nicht getan. Der Verein habe in den letzten Jahren gut gewirtschaftet, er sehe den FC langfristig gut aufgestellt. „Der stets bodenständige Kurs der Vereinsführung macht sich gerade jetzt bezahlt. Allerdings müssen anstehende Projekte wie die Flutlichtanlage aufgrund von Förderungszusagen und bereits erhaltenen Spenden durchgeführt werden“, so sein Credo. Dennoch habe auch er die Befürchtung, dass auf Grund einer eventuellen Rezession auch Sponsoren weniger finanzielle Spielräume haben könnten – „und gerade darauf sind Dorfvereine wie der FC Schönwald angewiesen“, äußerte Hirt seine Befürchtungen. Die Problematik sehe er vor allem auch darin, dass keiner wisse, wie lange diese Ausnahmesituation andauere.

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Hirt: „Wir freuen uns auf den Tag, an dem wir den Sportplatz wieder in Betrieb nehmen dürfen – und wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr mit allen Mitgliedern und Sponsoren ein gutes 100-jähriges Jubiläum feiern können.“

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