Der neue Postenführer des Polizeipostens Triberg hat im Schönwalder Gemeinderat die Kriminalstatistik vorgestellt.

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  • Präsentation: Polizeihauptkommissar Andreas Stuber hat im September 2020 seinen Dienst in der Wasserfallstadt angetreten. Vor ihm hatten der ehemalige Leiter des Polizeireviers St. Georgen, Udo Littwin, sowie dessen Nachfolger Kai Stehle über die Kriminalitätszahlen berichtet. Auch Hauptkommissar Stuber konnte den Ratsmitgliedern und Besuchern der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im großen Saal der Uhrmacher-Ketterer-Halle vermitteln, dass sich die Bürger und ihre Gäste im heilklimatischen Kurort sicher fühlen können.
  • Sicherheitslage: 41 Straftaten wurden im gesamten Jahr 2020 registriert. 2019 waren es noch 48 gewesen. Dies bedeute eine Häufigkeitsziffer von 1655 Straftaten (Vorjahr: 2046). Dieser Wert ergibt sich, wenn die Straftaten auf 100.000 Einwohner hochrechnet werden. Das Verfahren ist also ähnlich wie bei der Corona-Inzidenz. Anhand der Häufigkeitsziffer lässt sich somit die Sicherheitslage unterschiedlich großer Orte vergleichen. Zum Vergleich: Die Nachbargemeinde Schonach hat eine Häufigkeitsziffer von 1488, in Baden-Württemberg, traditionell eines der sichersten Bundesländer, betrug sie 4852.
  • Aufklärung: Sehr positiv sei auch die Aufklärungsquote von 73,2 Prozent. Das bedeutet, dass von den 41 Straftaten immerhin 30 aufgeklärt werden konnten.
  • Täter: Diese 30 Taten wurden von 31 Tätern begangen – sieben davon wurden von Frauen ausgeführt. Vier Täter waren unter 21 Jahre alt, davon einer gar unter 18. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen lag bei acht.
  • Sexualstraftaten: Allerdings stieg die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von vier auf zwölf, davon waren neun sogenannte Rohheitsdelikte oder Einschränkungen der persönlichen Freiheit – alle diese Taten wurden zu 100 Prozent aufgeklärt.
  • Cyberkriminalität: Zum Thema Cyberkriminalität sagte der Triberger Postenleiter, dass Fälle, bei denen Beschuldigte in anderen Städten lebten, nicht in der Schönwälder Statistik auftauchen. Er riet den Bürgern, bei Einkäufen im Internet einfach vorsichtiger zu sein.
  • Verkehrsunfälle: Vier Unfälle mit drei Schwer- und einem Leichtverletzten wurden gezählt. Bagatellunfälle fließen dabei nicht in die Statistik ein, wie Stuber verdeutlichte.
  • Politische Einordnung: Aus dem Ratsgremium wurden keine Fragen gestellt. Bürgermeister Christian Wörpel zeigte sich erfreut über die hohe Aufklärungsquote, aber auch überrascht durch die Häufung an Gewaltkriminalität. Diese sei häufig nicht unbedingt sichtbar, da sie oftmals – selbst in unmittelbarer Nachbarschaft – daheim hinter verschlossenen Türen geschehe, verdeutlichte der Polizeibeamte.