Christian Wörpel arbeitet auf seine Wiederwahl am 15. November hin. Der Wahlkampf von Schönwalds Bürgermeister ist durch Corona jedoch ziemlich gebeutelt.

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  • Unfreiwillige Programmänderung: Zunächst wurde aufgrund der neuen Corona-Regeln die offizielle Kandidatenvorstellung am 27. Oktober gestrichen – unter anderem auch deshalb, weil Amtsinhaber Wörpel der einzige Kandidat und zugleich hinreichend bekannt ist. Zudem wurde durch den Teil-Lockdown ab Montag sein geplanter Wahlkampftermin am kommenden Freitag, 6. November, in der Tenne des Reinertonishofs, unmöglich gemacht.
  • Dorfrundgang: Am vergangenen Samstag bot Wörpel jetzt einen Rundgang durch die Ortsmitte an. Die Aktion traf bei dem ausgezeichneten Wetter auf nur mäßiges Interesse. Dabei hätte der eine oder andere sicher gestaunt, was alles in den acht Jahren von Wörpels erster Amtszeit passiert ist im Dorf.
  • Bauprojekte: Zwar hatte bereits sein kürzlich verstorbener Amtsvorgänger Hans-Georg Schmidt das Seniorenzentrum „Belle Flair“ angestoßen, doch zustande kam es unter Wörpels Ägide. Eine weitere Aufwertung erhofft sich Wörpel, wenn auf dem Gelände der ehemaligen „Landpost“ gebaut wird.
  • Straßen und Plätze: Im Zuge des „Belle-Flair“-Baus wurden die ohnehin ramponierten Zufahrtstraßen arg in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Verlegung der Nahwärme-Leitungen konnten viele Straßen saniert werden. Dabei kam dem Bürgermeister zugute, dass er es geschafft hatte, mit einer verhältnismäßig großzügig bemessenen Maßnahme ins Ortsentwicklungsprogramm des Landes aufgenommen zu werden. Unter anderem wurden dabei der Dorfplatz neu gestaltet und die Straßen rund ums Rathaus saniert. Zudem konnte auch die Bourg-Achard-Straße gemacht werden. Gerichtet werden sollen auch die Parkplätze an der Uhrmacher-Ketterer-Halle und der Rest der Beethoven-Straße. An der Bundesstraße 500 müssten dringlich die Gehsteige saniert werden, dazu brauche es entweder „Zebrastreifen“ oder Querungshilfen, letztere seien aber Hindernisse bei der Schneeräumung. Den Landschaftsgarten will Wörpel attraktiver gestalten, dabei soll die Erfindung der Kuckucksuhr eine tragende Rolle spielen.
  • Freizeit und Tourismus: Unter Wörpels Verantwortung fällt auch die Umgestaltung des Freibads und die Sanierung der Kurbühne – was auch den Tourismus angeht. Dazu steht ferner die touristische Anbindung an die HTG – dennoch sei das Gemeindemarketing noch immer in der Verantwortung der eigenen Tourist-Info und der Gemeinde selbst.
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  • Feuerwehrgerätehaus: Hier stehe zunächst die Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs für den Unimog an, der bereits deutlich mehr als 30 Jahre alt ist. „Dann stellt sich auch die Frage nach einem zukunftsfähigen Gerätehaus – die heutigen Fahrzeuge sind in der Regel deutlich höher“, sagte Bürgermeister Wörpel.
  • Verkehrsberuhigung und Parken: Positiv sieht Wörpel die Verlängerung der 30er-Zonen und die Versetzung der Ortsschilder. Auch die nicht ganz billigen Geschwindigkeitsanzeigen trügen wesentlich zur Verkehrsberuhigung bei. Auf die vielen Parkplätze im Dorf soll mittels eines Parkleitsystems hingewiesen werden.
  • Gastronomie und Einzelhandel: Mit diversen Aktionen will er der Gastronomie helfen, die gerade jetzt wieder durch den „Teil-Lockdown“ gebeutelt werde. Auch eine Art Gemeindegutschein schwebt ihm dabei vor.
  • Schule und Kindergarten: Die lange Jahre geschobene Sanierung des Schulhauses wurde in jüngster Zeit inklusive Digitalisierung deutlich angegangen. Nun soll auch der Schulhof deutlich aufgewertet werden. Der Kindergarten, in jüngster Zeit von drei auf sechs Gruppen angewachsen, ist derzeit ein echtes Aushängeschild. In einer Art Pilotprojekt befindet sich die Einrichtung auf dem Weg zum Naturpark-Kindergarten. Trotz steigender Kosten bereue er keinen Tag, ihn unters Dach der Gemeinde geholt zu haben, sagte Wörpel.
  • Wasserversorung und Internet: In Wörpels Amtszeit fällt die Entscheidung, gemeinsam mit Schonach ein interkommunales Wasser-Redundanzsystem mit Anschluss an Furtwangen zu schaffen. Vor allem die Außenbereiche hätten entscheidend davon profitiert, zumal hier Synergieeffekte ausgenutzt worden seien. Viele Höfe erhielten zugleich den Anschluss ans Abwassersystem des GVV und ein Leerrohr für Breitband – was demnächst auch „mit Leben“ gefüllt werden soll. Dazu werde der sogenannte POP im hinteren Bereich des Kurgartens aufgestellt.
  • Friedhof: Aufwertung sollen auch der Parkplatz beim Friedhof und der Friedhof selbst erhalten. Bereits fertig sind der neue Kunstrasenplatz, den der FC wundervoll pflege und auch die deutliche Verbesserung der Biathlonanlage im Weißenbachtal.
  • Wörpels Fazit: „Wir haben zusammen viel erreicht, doch es gibt auch noch viel zu tun – wir wollen Schönwald weiter voranbringen“, sagte der Bürgermeister.