Zwei Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts Nord sind zu Beratungsgesprächen in Schönwald gewesen. Viola Schumpp und Praktikantin Katharina Nohl haben sich in der Uhrmacher-Ketterer-Halle Zeit für die Fragen älterer Mitmenschen oder derer Angehörigen genommen.

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Kostenlose Hilfe

Die Mitarbeiterinnen des Landratsamts im Schwarzwald-Baar-Kreis kommen regelmäßig in die Gemeinden. „Wir machen mittlerweile in der Regel zwei Beratungen an einem Nachmittag, da wir den Umfang nie genau einschätzen können“, sagte Schumpp. „Unsere Beratungen sind in jedem Fall kostenlos, auch wenn Interessierte mit uns in die Musterwohnung gehen oder uns bei sich daheim sprechen wollen.“

Viola Schumpp (links) vom Pflegestützpunkt des Schwarzwald-Baar-Kreises berät kostenlos zu allen möglichen Themen rund ums Thema „zuhause leben im Alter“. Rechts ist ihre Praktikantin Katharina Nohl zu sehen.
Viola Schumpp (links) vom Pflegestützpunkt des Schwarzwald-Baar-Kreises berät kostenlos zu allen möglichen Themen rund ums Thema „zuhause leben im Alter“. Rechts ist ihre Praktikantin Katharina Nohl zu sehen. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Hauptpunkt der Beratungen ist meistens das möglichst lange Wohnen in den eigenen vier Wänden. Gleich bei der ersten Beratung ging es darum, der Mutter der Ratsuchenden zu helfen, in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Dazu müsste die Wohnung aber etwas behindertengerechter gestaltet werden.

Kostensituation muss geklärt werden

Die Spezialistin vom Pflegestützpunkt wusste Rat: Der Einbau einer barrierefreien Dusche werde von der Pflegeversicherung großzügig unterstützt. Auch wo es Stufen gibt, könne etwas getan werden. Es gelte zunächst zu prüfen, ob diese Maßnahmen auch verordnungsfähig seien. Da sei ihr Amt direkt behilflich. Zunächst müsste jedoch die Kostensituation geklärt werden. Den Kostenvoranschlag könne sie dann dahingehend prüfen, ob alles korrekt sei, ergänzte Viola Schumpp auf Nachfrage. „Wenn man dann den Antrag bei der Pflegekasse stellt, wäre es hilfreich, zumindest eine Kopie des Kostenvoranschlags beizufügen“, erläuterte sie.

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Vorsichtiges Vortasten

In weiteren Beratungen klärte Schumpp über weitere mögliche Leistungen auf wie beispielsweise die Verhinderungspflege oder auch Hilfsmittel bei der Pflege. Dabei tastete sie sich durch sorgsam formulierte Fragen an das jeweils angestrebte Thema heran. Die Mitarbeiterin des Landratsamtes machte auch auf die Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung aufmerksam. Letztere müsse mittlerweile gemeinsam mit einem Mediziner erstellt werden, was allerdings unter Umständen Kosten verursachen könne, informierte Schumpp. Sie zeigte auf, dass es hilfreiche Dinge gebe, die das Leben der Mutter eines Ratsuchenden vereinfachen könnten. Doch die Expertin war sich sicher, dass Hilfen dieser Art noch gar nicht nötig seien. Sie wies auf die neue Tagespflege im „Belle Flair“ in Schönwald hin, die von der Triberger Sozialstation St. Marien getragen wird.