Der Schönwälder Gemeinderat hat einstimmig Gebührenänderungen beschlossen. Außerdem hat das Gremium dem neuen Ankündigungsbeschluss für 2020 zugestimmt.

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Nachdem es einige Zeit ruhig war in Sachen Wassergebühren, musste Schönwalds Kämmerer Harald Hafner nun erstmals nach langer Zeit im Gemeinderat verkünden, dass der Ankündigungsbeschluss vom 23. Oktober vergangenen Jahres in diesem Jahr zutrifft.

Ankündigungsbeschluss von 2018

„Der Bevölkerung von Schönwald wird mitgeteilt, dass auf Grund der eingeleiteten Maßnahmen der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung eine rückwirkende Gebührenanhebung ab dem 1. Januar 2019 erforderlich werden kann. Um genaue Grundlagen für diese Kalkulation zu haben, werden auf 31. Dezember 2018 die Abschlussarbeiten schnellstens vorgenommen und sodann wird die Erhöhung der Wasser- und Abwassergebührenrückwirkend auf den 1. Januar 2019 beschlossen“, so die damalige Ankündigung. Die Gebühren für das Wasser, das die Gemeinde zur Verfügung stellte, muss nachträglich angehoben werden.

Preistreiber Trockenheit

Mit einer der Gründe seien die erheblichen Investitionen in die Wasserversorgung, vor allem in die Interkommunale Wasserversorgung, die dafür gesorgt hatte, dass in Zeiten der enormen Trockenheit des vergangenen Jahres rund 23 000 Kubikmeter Trinkwasser aus Furtwangen bezogen werden konnten. Dieses Jahr seien es schon mehr als 20 000 Kubikmeter gewesen, informierte die Gemeindeverwaltung in der Gemeinderatssitzung.

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„Ist das Wasser aus Furtwangen teurer als unseres?“ Das wollte daher Ratsmitglied Adalbert Oehler (CDU) wissen. Nein, das Furtwanger Wasser koste sogar weniger, erfuhr er. Weiter wollte Oehlers Fraktionskollege Markus Fehrenbach erfahren, ob die Bachwasser­entnahme aus der Gutach günstiger wäre. Das könne er so nicht sagen, da müsse er eine komplette Berechnung durchführen, antwortete Hafner.

Bauwasser wird günstiger

Klar ist, dass nach der Kalkulation des Kämmerers die Verbrauchsgebühr von 2,32 auf 2,39 Euro angehoben wird, dazu muss auch die Grundgebühr von monatlich 6,13 auf 6,47 Euro angehoben werden. Günstiger wird Bauwasser ohne und mit Wasserzähler, was aber nur wenige Bürger betreffen wird. Nach seiner Berechnung, bei der er einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 63,2 Kubikmetern zugrunde legte, wird die Nachzahlung etwa 10,70 Euro betragen.

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Doch in derselben Sitzung des vergangenen Jahres wurde zugleich ein Ankündigungsbeschluss für das Abwasser beschlossen. Auch hier wird die Verbrauchsgebühr rückwirkend angehoben. Sie wird zunächst 1,59 Euro (bisher 1,53 Euro) je Kubikmeter betragen, zugleich steigt die Niederschlagswasser-Gebühr von 0,39 auf 0,42 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche. Gute Nachricht indes bei der Grundgebühr: Diese sinkt von monatlich 3,81 auf 3,06 Pro Wohneinheit.

Ankündigung auch für 2020

Zugleich wurde der Ankündigungsbeschluss für das kommende Jahr beschlossen. Hafner zeigte einmal mehr auf, dass eine rückwirkend geltend gemachte Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser nur dann rechtens ist, wenn den Bürgern rechtzeitig, will heißen vor der geplanten nachträglichen Erhöhung, mitgeteilt wird, dass sie mit einer Gebührenerhöhung rechnen müssen.

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„Es war uns nach den hohen Investitionen durchaus bewusst, dass das Wasser teurer wird“, stellte Hans-Peter Schwer (SPD) recht pragmatisch fest.