Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schönwald stehen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereit, um Menschen in Notlagen zu helfen. Bei Bränden, Verkehrsunfällen und sonstigen Hilfeleistungen können sich die Schönwälder auf „ihre“ Feuerwehr verlassen. Um ihren Auftrag künftig noch besser wahrnehmen zu können, will die Feuerwehr eine eigene Wärmebildkamera beschaffen. Diese dient nicht nur der Lokalisierung von Brandherden.

„Bislang mussten wir bei Einsätzen eine Wärmebildkamera von extern nachfordern“, erklärt Kommandant Andreas Faller. Dazu musste die Wärmebildkamera zunächst über die Leitstelle nachgefordert werden. Die Leitstelle wiederum alarmierte eine Wehr, die über ein solches Einsatzgerät verfügt. Meist haben die Feuerwehrkameraden aus Triberg die Kamera zur Verfügung gestellt und an den Einsatzort gebracht.

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Dennoch kostete die Anforderung wertvolle Minuten etwa bei der Lokalisierung von Brandherden. Nicht immer lassen sich Brandherde auf Anhieb lokalisieren, etwa wenn sich der Auslöser für ein Feuer hinter einer Deckenverkleidung verbirgt. Auch zum Absuchen von Glutnestern, aus denen sich ein weiterer Brand entwickeln kann, ist eine Wärmebildkamera heute praktisch unverzichtbar. Dennoch gehört ein solches Gerät nicht zur Standardausrüstung einer Feuerwehr. Wie Andreas Faller erläutert, hat der Einsatz einer Wärmebildkamera noch weitere Vorteile. „Die Kamera dient beispielsweise dem Angriffstrupp zur Eigensicherung.“ Die Einsatzkräfte können sich dadurch auch in dichtem Rauch und bei Dunkelheit orientieren und Hindernisse und Gefahrenstellen frühzeitig erkennen. Auch Personen, die noch in dem Gebäude sind, können so lokalisiert werden.

Eine Wärmebildkamera kann aber nicht nur bei Bränden eingesetzt werden. „Moderne Wärmebildkameras können auch zur Personensuche eingesetzt werden“, beschreibt der Feuerwehrkommandant eine weitere Einsatztaktik. So lässt sich beispielsweise nach einem Unfall feststellen, ob sich außer dem Fahrer weitere Personen im Fahrzeug befunden haben. Immer wieder komme es vor, dass Fahrzeuginsassen nach einem Unfall, sich unter Schock stehend von der Unfallstelle entfernen und etwa in den Wald laufen. Die Feuerwehr kann die Kamera dann einerseits einsetzen, um anhand der im Sitz gespeicherten Wärme festzustellen, ob weitere Personen im Fahrzeug waren. Und wiederum bei der Suche nach der Person in der Dunkelheit oder in unwegsamem Gelände, da jeder Temperaturunterschied auf dem Display angezeigt wird.