Öffnet es noch in diesem Jahr seine Pforten oder nicht, das Naturfreibad Schönwald? Diese Frage beschäftigt wohl einige Bürger der Kurgemeinde. Bürgermeister Christian Wörpel ist sich sicher und bot beim öffentlichen Rundgang am Donnerstag Wetten an.

Gemeinsam mit Claus Schmitt von der Wasserwerkstatt Bamberg, die den Umbau geplant hat, und dem gemeindeeigenen Bauleiter Gerhard Ziegler schauten sich etwa 50 Interessierte den derzeitigen Zustand an und ließen sich über den Baufortschritt aufklären. Man sei definitiv schlecht gestartet ins Jahr, erklärte Schmitt. Der späte Winter habe für einen um vier Wochen verzögerten Baubeginn gesorgt – und in dieser Zeit habe man natürlich zunächst, für alle sichtbar, „tief im Dreck gewühlt“.

Den Winter habe man aber nicht ungenutzt gelassen, vielmehr habe man verschiedene Gewerke neu ausgeschrieben, die von den Ergebnissen unbefriedigend gewesen seien. Man habe die Aufträge gesplittet und so auch kleinere Firmen berücksichtigen können, die meisten aus der Region. Unter anderem habe man festgestellt, dass die geplante Ertüchtigung des Funktionsgebäudes völlig unrentabel wäre, und dieses durch eine Fertiggarage ersetzt, in der die drei Pumpen untergebracht sind. Sie bedienen zwei Kreisläufe, einen für das große Becken, der zweite für Bachlauf und Kinderbecken. Fertig seien Becken und Pflanzengürtel an der Seite, in den letzten Zügen liege man mit den Pflasterarbeiten, und auch die Holzflächen am und über den Becken stünden kurz vor der Fertigstellung. Bereits fertig ist der große Pflanzenfilter oberhalb des Beckens.

Einige Besucher bemängelten die Pflasterung als zu glatt, gerade Kinder, die im künstlichen Bachlauf plantschen, könnten ausgleiten. Dies könne laut Schmitt aber wohl eher im Gras passieren. Auch zu kantige Findlinge im Bachlauf und scharfkantige Granitblöcke am Kinderbecken wurden als nicht ungefährlich angesehen. Da werde man einige Steine wohl nachbearbeiten müssen, gab auch der Planer zu. Positiv sah vor allem Schwimmmeister Enrico Faustmann den Einsatz der Solarheizung. Er sei sich sicher, dass die nun deutlich effektiver arbeitet, da er wegen der Undichtigkeit des Beckens zuvor täglich bis zu 5000 Liter sehr kaltes Frischwasser nachfüllen musste.

Noch rund zwei bis drei Wochen Bauzeit sehen die Verantwortlichen. Die letzten Handgriffe sind dem Bauhof um Leiter Christof Hock vorbehalten, vor allem sei da der Rasen. Bis dieser voll nutzbar sei, dauere das sicher noch etwas länger. Doch einer Eröffnung Anfang August stehe dann nichts mehr im Wege, ist sich der Bürgermeister sicher. Wie die Gemeinde dann die Eröffnung begehe, lasse er vorläufig offen. Am Ende stehe in jedem Falle ein kleines Paradies. Zuversicht und auch Skepsis hielten sich bei den Bürgern die Waage.