Mit lautem Feuerwerk endete am Freitagabend der Weihnachtsmarkt. Trotz nicht idealem Wetter kamen viele Besucher. Sie konnten einem beinahe ein wenig leid tun, die aktiven Teilnehmer des Weihnachtsmarktes. Nach zögerlichem Beginn um 16 Uhr, der durch leisen Nieselregen und eher fiese Temperaturen nicht eben begünstigt wurde, gab es leise Hoffnung – der Wetterbericht hatte versprochen, es werde wärmer.

Ein Feuerwerk beendet den Schönwälder Weihnachtsmarkt.
Ein Feuerwerk beendet den Schönwälder Weihnachtsmarkt. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Tatsächlich starteten die Besucher dann dennoch durch. Nach 18 Uhr füllten sich Straße und Halle sowie die kleinen Stände am Straßenrand zusehends. Rappelvoll war es beim „Sozialen und kulturellen Treffpunkt“, der praktisch einen Weihnachtsmarkt im Weihnachtsmarkt anbot – dort war es trocken und warm, es gab die verschiedensten weihnachtlichen Artikel zu erwerben, dazu wurde mit Getränken und kleinen Leckereien bewirtet, und zusätzlich sorgte Musiker Andy Hehl für festliche Stimmung.

In direkter Nachbarschaft gab Andrea Pfrengle einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen, dazu bildete der Eschle-Keller wieder den gewohnten Ausklang.

Anneliese Duffner zeigt das alte Handwerk des Strohflechtens.
Anneliese Duffner zeigt das alte Handwerk des Strohflechtens. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Geschenkideen waren an vielen Orten zu finden. Vor allem die Gruppe Aktiv für Schönwald zeigte im Wirtehäusle wieder viele ausgefallene Artikel, vor allem aus Holz. Selbst kleine Krippen waren zu finden. Doch auch an anderen Ständen erkannte man, dass viel Herzblut in die Gestaltung ausgefallener weihnachtlicher und sonstiger Dekoration geflossen war. Duftende handgemachte Seifen, Schmuck und fantasievolle Metallskulpturen, witzige kleine Wichtel, Steinschmuck oder Gehäkeltes in allen Varianten waren beliebte Mitbringsel. Französische Spezialitäten hatte das Partnerschaftskomitee im Gepäck. In der Garderobe hatte der Heimatverein seinen Stand mit den vielen bunten Tombolapreisen aufgebaut. Mit dabei waren auch die Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft KFD.

Vom Apfelküchle bis zum Zimtstern reichte das kulinarische Angebot, mit allerlei Zwischentönen vom Raclettebrötchen über Saufetze bis zum Maultaschen- oder Wälderburgern oder auch einem deftigen Eintopf ließen kaum Wünsche offen. Als Nachtisch winkte eine frisch zubereitete Waffel – oder eine Handvoll frisch gerösteter Erdnüsse, direkt aus Malawi.

Doch nicht nur für die Augen gab es vielerlei, es gab auch allerlei auf die Ohren. Beginnend mit dem Chor der Richard-Dorer-Schule unter der Leitung von Silvia Schöne über die Alphornbläser und den Musikverein war Musik Trumpf.

Mit viel Fingerspitzengefühl fertigt ein Schnitzer mit der Motorsäge sein recht filigranes Kunstwerk.
Mit viel Fingerspitzengefühl fertigt ein Schnitzer mit der Motorsäge sein recht filigranes Kunstwerk. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Mit dabei auf der Bühne die „Wombats unplugged“, also in der kleinen Besetzung mit Rebecca Peschke, Ralph Schneider und Wolfgang Schyle. Am Bachwinkel zeigte ein Schnitzer, wie feinfühlig man mit einer Motorsäge umgehen kann.

Im ehemaligen Ausstellungsraum von Bernhard Läufer zeigten Anneliese Duffner und Ewald Kuner das Stroh- und Korbflechten. Natürlich durften beim Weihnachtsmarkt auch der Nikolaus und sein treuer Knecht Ruprecht nicht fehlen. Mangels Schnee war der heilige Mann mit seinen Gaben aber nicht per Rentierschlitten unterwegs, sondern mit der Pferdekutsche.

Nachdem der einsetzende Regen schon die Mehrzahl der Gäste vertrieben hatte, begann mit einem Donnerhall das lang erwartete Feuerwerk, das bei den Besuchern keine Wünsche offen ließ.