Nahwärme für Schönwald: Bereits in der Gemeinderatssitzung im März sprach sich das Gremium für die Umsetzung des Projekts aus. Zwischenzeitlich wurden nun die Aufträge vergeben.

Für die Planung des Nahwärmenetzes ist das Büro Zelsius aus Donaueschingen zuständig. Mit einem zunächst überschaubaren Kernnetz sollte begonnen werden, das zugleich aber das Gros der gemeindeeigenen Liegenschaften einschließt, wie Bürgermeister Christian Wörpel in der Gemeinderatssitzung feststellte.

Möglichst viele der gemeindeeigenen Gebäude sollen im ersten Schritt von der Nahwärme profitieren. Daher wurde die Trasse, beginnend am Generationenwohnen über die Franz-Schubert-, Ludwig-van-Beethoven-, Haupt- und Bourg-Achard-Straße bis zur Richard-Dorer-Schule geplant. Die erforderlichen Arbeiten wurden auf Anraten des Planungsbüros in drei Gewerke aufgeteilt, die nun Geschäftsführer Klaus-Dieter Müller im Gemeinderat vorstellte.

Los eins betrifft den Tiefbau, bei dem von einigen befürchtet worden war, dass dieser Teil vom Planungsbüro schöngerechnet wurde. Fünf Firmen habe man angeschrieben und letztlich zwei Angebote erhalten. Günstigster Bieter sei das Furtwanger Unternehmen Hermann mit einem Angebotspreis von 534 743 Euro gewesen – davon entfallen jedoch 122 912 Euro auf die Mitverlegung der Breitbandleerrohre, was separat über den Zweckverband Breitband abgerechnet werde.

Nur drei Anbieter bundesweit gebe es für die Spezialrohre, die für die Nahwärme benötigt würden, so Müller. Man habe seitens der Planer festgestellt, dass es daher günstiger sei, diese Ausschreibung im Rahmen eines Jahres-Leistungsverzeichnisses zu tätigen. Zwei der drei Spezialfirmen hätten Angebote abgeliefert. Günstigster Bieter sei die Firma Isoplus aus Rosenheim mit einem Preis von 88 750 Euro.

Auch für die Verlegung der Rohre brauche es Spezialisten. Bei der Ausschreibung habe man vier Firmen angeschrieben, zwei hätten ein Angebot unterbreitet. Günstigster Bieter war die Firma Klumpp aus Offenburg mit einem Bruttopreis von 150 855 Euro.

Wörpel wies darauf hin, dass man mit dieser Firma schon gute Erfahrungen habe – sie habe die Rohrarbeiten bei der Neufassung der Straßwaldquellen übernommen. Insgesamt koste der erste Teil Nahwärme nun 651 436 Euro – abzüglich des Anteils für den Zweckverband, der 122 912 Euro beträgt. Der Schönwälder Gemeinderat befürwortete einstimmig die Vergabe an die günstigsten Bieter.

„Wenn möglich, geht es noch im August los. Und wir wollen arbeiten, solange es die Witterung zulässt“, gab Müller bekannt.