Bereits seit einer Woche ist der Erweiterungsbau des Kindergartens St. Antonius in Sachen Kleinkindbetreuung in der Richard-Dorer-Grundschule in Betrieb. Obwohl es noch an einigen winzigen Kleinigkeiten fehlt, ist die erste Resonanz seitens der Eltern überaus positiv. Nun besichtigte auch der Gemeinderat die neuen Räume.

Obwohl es nicht sehr viele Fenster gibt, sind die Räume sehr hell und freundlich, was nicht nur den Erzieherinnen und den Eltern auffiel. Architekt Martin Reiber zeigte auf, dass dies auch mit den weitgehend weißen Wänden und Decken sowie der durchgängig hellen Möblierung zusammenhänge, dazu wurde auch Wert auf eine recht unauffällige, moderne Beleuchtung gelegt. Spaß hatten die Ratsmitglieder an den winzigen Toiletten und den ebenso kleinen Betten im Ruheraum, der von beiden Gruppen her begehbar ist.

Man spürt deutlich, dass Reiber nicht seinen ersten Kindergarten hier verwirklichte. „Wir sind vor allem glücklich darüber, dass Reiber die Planung in Absprache mit uns durchgeführt hat“, freute sich Kindergartenleiterin Gaby Hirt.

Die Räume seien deutlich größer als dies nach gesetzlichen Vorgaben nötig sei. Sie sei zunächst etwas skeptisch gewesen, was den Bedarf betrifft, nun seien bis auf einen Platz-Sharing-Platz beide Gruppen voll. Nachdem die Kosten für den Umbau im Haushaltsplan mit 350  000 Euro bei einer Gesamtförderung von 180  000 Euro und einem Eigenanteil der Kommune mit 170  000 Euro stehen, interessierte sich der Rat, wie man denn mit diesen Zahlen hingekommen ist. „Eigentlich liegen die Kosten deutlich höher. Da aber zugleich die Förderung exorbitant höher ausfiel, zahlen wir am Ende sogar weniger“, freuten sich Bürgermeister Christian Wörpel und Kämmerer Harald Hafner.

Geplant waren 74  000 Euro aus der Fachförderung, also je zehnmal 7000 Euro pro neu geschaffenem Platz, sowie je 400 Euro Zuwendung für die Küche. Zehn Plätze waren ja bereits vorhanden.

Aus dem Ausgleichsstock rechnete Hafner mit 106  000 Euro. Tatsächlich kostete der Umbau mehr, denn nach der ersten Planung lagen die Kosten bei rund 375 000 Euro, im Laufe des Umbaus kam aber das eine oder andere dazu. Eine Schlussrechnung liege zwar noch nicht vor, dennoch rechnet der Kämmerer mit rund 130  000 Euro Gemeindeanteil. Verrechnet? Keineswegs, denn tatsächlich liege die gesamte Fördersumme deutlich höher als ursprünglich geplant.

„Erfreulicherweise kommt aus der Fachförderung der geplante Betrag, die Summe aus dem Ausgleichsstock liegt aber bei 180 000 Euro, insgesamt also 254 000 Euro“, strahlte Hafner.