Bohnen aus Malawi? Wann immer Michaela Bek den Kindergarten St. Antonius in Schönwald besucht, gibt es etwas Besonderes. Mal bringt sie Erdnüsse mit von ihrem letzten Besuch in Malawi, fast immer aber hat sie eine Tasche dabei, in der sich „Bohnen“ befinden.

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Doch mit diesen Bohnen hat es etwas Besonderes auf sich. Zum einen sind die Schoten fast einen halben Meter lang, tiefdunkelbraun – und nicht essbar. Da sie aber am Baum getrocknet sind, ist die Schale der Schoten hart. Und die Bohnen im Inneren sind ebenso hart und liegen lose in der Schale. Was diese Bohnen zu perfekten Percussions-Instrumenten macht, die die Kinder lieben.

Begleiter mitgebracht

Doch diesmal hatte Bek nicht nur Musikintrumente aus der Natur dabei, sondern auch Begleiter mitgebracht. Als sie von ihrem jüngsten Aufenthalt zurückkehrte, flogen auch die zwei großen Macher in Malawi mit der engagierten Kinderkrankenschwester ins warme Deutschland. Die beiden Pfarrer Peter und Andrew bewegen vor Ort viele Dinge mit wenig Geld.

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Derzeit sei es in Malawi zwar grün, aber eher kühl, denn es sei tiefer Winter, die Temperaturen lägen bei plus zehn Grad, wie Michaela Bek die Kinder aufklärte. Die Mangobäume seien voll mit Früchten, meinte Pfarrer Andrew dazu. Denn Mia aus der Eichhörnchengruppe hatte wissen wollen, wie es in Malawi aussieht. Pfarrer Peter erzählte von ganz vielen Kindern – und die Kinderkrankenschwester schilderte, dass alle Kinder ihre Hand halten wollten, „weil sie noch nie eine so weiße Hand gesehen haben“.

Der Fünf-Euro-Trick

Die Kinder seien dabei, Geld für die Arbeit von Michaela Bek zu sammeln, dafür verkauften sie Muffins und Herzen, die sie mit Wolle umwickelt haben. Einer der Jungs sei der größte Verkäufer der Herzen, der statt des angedachten Euro gleich fünf verlangte. „Und die haben das alle brav bezahlt“, freute sich Erzieherin Solveig Hettich.

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Als sie von den Herzen hörte, musste Michaela Bek schmunzeln, denn Malawi wird auch als „The warm heart of Africa“ beworben, wie sie erzählte.

Zyklon verwüstet Dorf

Was sie mit dem gesammelten Geld anfangen wird, weiß die engagierte Frau ebenfalls schon. Sie seien in einem weit draußen liegenden Dorf gewesen, das ebenfalls von dem verheerenden Zyklon verwüstet worden war, der im Frühjahr durch einige Staaten Afrikas gezogen war. Hier sollen die Dächer wieder hergestellt werden, die Schule existiere nicht mehr. Zudem soll eine weitere Krankenstation entstehen.

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„Die Leute müssen viele Stunden laufen, um medizinische Hilfe zu bekommen“, wusste sie. Obwohl die Menschen dort sehr arm seien, habe die Gruppe dort ein großes Geschenk erhalten – man habe ihnen zu Ehren ein Zicklein geschlachtet.

Natürlich gab es auch ein Lied, das die Kinder gemeinsam mit den Pfarrern und Michaela Bek anstimmten, da kamen die Feuerbohnen zum Einsatz, zur Begeisterung der Pfarrer und auch Schönwalds Bürgermeister Christian Wörpel war beindruckt vom Einsatz der Mädchen und Jungen.