Bei recht kühlem, aber trockenem Wetter durfte sich der Schönwälder CDU-Vorsitzende Adalbert Oehler freuen: Rund 40 Wanderer hatten sich beim Treffpunkt am Rathaus eingefunden, um gemeinsam mit ihm zum Vereinsheim der Alphornbläser am Pfälzer Eck zu wandern. Dreimal im Sommer bieten die Mitglieder der CDU die weithin bekannte Wanderung an, durchgeführt wird sie bei gutem Wetter, manchmal ist es nur eine, zumeist kommen zwei zustande.

Früher bis zu 300 Teilnehmer

„Wir haben vor einigen Jahren schon mal darüber nachgedacht, das Angebot einzustellen“, gab Oehler zu. Denn vor 36 Jahren, als das Angebot noch neu war und sehr viele Gäste in den Schwarzwald kamen, waren es bis zu 300 Wanderer, die diese Veranstaltung besuchten – das hatte irgendwann stark nachgelassen. Doch heute ist Wandern wieder in, so dass sich die Christdemokraten inzwischen über eine stetig steigende Zahl freuen. Das Kontingent der ersten Nachtwanderung in diesem Jahr wurde durch eine starke Abordnung einer bestens aufgelegten Ü 30-Frauengymnastikgruppe aus Bräunlingen verstärkt.

Etwas längere Route ausgesucht

Angesichts des guten Wanderwetters hatte sich Oehler für eine etwas längere Wanderung entschieden, so dass die Teilnehmer erst deutlich nach 21 Uhr am Pfälzer Eck eintrafen, wo sie bereits erwartet wurden. Nicht nur einige Parteimitglieder waren vor Ort, sondern auch die Hausherren, und sie hatten ihre langen Musikinstrumente dabei. Denn die ehemalige Skihütte des Skiclubs Schönwald ist verpachtet an die Alphornbläser.

Sechs Alphornbläser schaffen eine tolle Stimmung

Während die CDU-Mitglieder ihren recht neuen Grill anwarfen, damit die Teilnehmer sich nach der Wanderung stärken konnten, begannen die sechs anwesenden Bläser zu spielen. Dazu waren Tische und Bierbänke aufgestellt, so dass eine tolle Stimmung bei den Gästen aufkam.

Kinder und Jugendliche erzählen Gruselgeschichten

Mehr oder weniger schaurige Geschichten erzählten einige der mitgewanderten Kinder und Jugendlichen – von Monstern und Ungeheuern wurde munter fantasiert. Die Kinder erhielten am Ende eine Urkunde und ein kleines Geschenk für ihre Teilnahme.

Gerüstet für den Heimweg sind Jana und Ramona mit ihren Lampions.
Gerüstet für den Heimweg sind Jana und Ramona mit ihren Lampions. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Alle sollen ein Gespenst herbeirufen

Stockdunkel wurde es und es begann die Stunde des Grusels: Gerade jetzt sei die Zeit, in welcher der Geist eines überaus geizigen und raffgierigen Bauern aktiv werden könnte, wusste der Führer. Dieser Geist sei der eines schwerreichen Bauern, der angeblich an der Stelle dieser Hütte einen großen Hof besessen habe. Und wie so mancher reiche Mensch sei auch dieser Bauer sehr ungerecht geworden, weshalb er nach seinem Tod keine Ruhe gefunden habe. In solchen Nächten spuke er gerne an diesem Ort herum. „Wenn ihn alle laut genug mit Huibuh anrufen, wird er sicher kommen“, behauptete Oehler.

Keine Angst – und doch manch spitzer Schrei

Und dann: Plötzlich war er tatsächlich da. Mit lauten „Huhs“ und begleitet von fürchterlichen rasselnden Geräuschen erschien eine weiße Kutte mit leuchtendem Skelett und fürchterlichem Gesichtsausdruck und näherte sich den Gästen. Und es war eigentlich wie immer: Natürlich hatte keiner Angst, aber man hatte doch den einen oder anderen spitzen Schrei gehört. Dann aber legte das Gespenst die Maske ab und offenbarte sich als Wolfgang Storz.

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Am Ende wurden Lampions gerichtet, die an die Kinder verteilt wurden. Die große Gruppe ging zügig zurück in Richtung Rathaus, denn mittlerweile war es beinahe 23 Uhr – und frisch geworden.