Die Landfrauen der Raumschaft Triberg hatten bei einem Vortragsabend jetzt die Heilpraktikerin und Diplom-Therapeutin Christine Rebell aus Bad Rippoldsau-Schapbach zu Gast: Sie informierte die zahlreichen Zuhörer über eine Behandlungsmethode von Krampfadern mit eingespritzter Kochsalzlösung.

Sehr viele Menschen leiden in Deutschland unter Venenbeschwerden

Zunächst stellte sie das Krankheitsbild dar und wie die Schulmedizin damit umgehe. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann hätte in Deutschland Venenbeschwerden. Ab dem 30. Lebensjahr seien sogar 70 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer davon betroffen, so Christine Rebell.

Mediziner suchten Alternativen zu chirurgischer Entfernung

Die herkömmlichen chirurgischen Entfernungsmethoden von Krampfadern, welche die Schulmediziner seit Jahrzehnten anwenden, würden Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen. Darüber sprächen die Ärzte laut Christine Rebelle aber nicht gerne und nicht ganz offen. Allerdings hätten manche Mediziner nach einer Alternative gesucht. Professor Paul Linser (1891 bis 1963) habe in der Tübinger Universitätsklinik die Kochsalztherapie zur schonenden Entfernung von Krampfadern entdeckt.

Kochsalztherapie mit gutem Erfolg eingesetzt

Er habe mit dieser natürlichen Methode über 100  000 Patienten mit guten Resultaten behandelt. Auch ein Schüler von ihm, der Mediziner Otto Brucker, habe mit derselben Methode nach dem Zweiten Weltkrieg in der Klinik Lahnstein bei Koblenz mehr als 20  000 Patienten erfolgreich therapiert.

Berndt Rieger, ein Arzt aus Bamberg, habe diese Therapieform in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und perfektioniert, so dass sie extrem schonend geworden sei und Komplikationen nahezu ausgeschlossen seien. Er biete auch eine fundierte Ausbildung in diesem Fach für Therapeuten an.

"Körper baut behandelte Krampfadern ab"

Bei dieser Behandlungsmethode spritze man in die kranke Krampfader, die nicht mehr am Blutkreislauf beteiligt sei und den Körper nur noch belaste, eine Kochsalzlösung ein. Die gesunden Venen würden darauf nicht reagieren, da Kochsalz eine natürliche Substanz sei. Die kranken Venen jedoch würden durch die Kochsalzlösung anschwellen und zugehen. Der Körper baue dann diese Venen ab, sogar die dabei entstandenen Verhärtungen würden verschwinden, berichtete Rebell.

Eventuell sind Nachbehandlungen nötig

Die Heilungsprozesse seien unterschiedlich lang. Nach zwei bis drei Monaten sei eine Untersuchung und eventuell auch eine Nachbehandlung angesagt.

Methode wird von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt

Die meisten Krankenkassen würden die Behandlungskosten nicht bezahlen. Zum Teil würden diese jedoch von privaten Krankenkassen oder einer Zusatzversicherung anteilig übernommen. Rebell erhielt für ihren Vortrag großen Applaus.

Das könnte Sie auch interessieren

 

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €