Wie jedes Jahr verbrachte Kinderkrankenschwester Michaela Bek aus Schönwald ihren Jahresurlaub in Malawi, einem der ärmsten Länder Afrikas.

Dort spielen die Jugendlichen genauso gerne Fußball wie ihre Altersgenossen in Europa. Aber sie spielen barfuß, dort besitze niemand Schuhe, darum hätten sie Füße wie Leder, berichtet Michaela Bek im Gespräch mit dieser Zeitung.

Michaela Beks Freundin Karina Springer aus Schwenningen begleitete sie. „Karina hat gebrauchte Fußballschuhe mitgenommen und die jungen Kicker haben sie sofort begeistert angezogen und wenn sie nicht passten, haben sie ihre Füße trotzdem hineingezwängt“, erzählt die Schönwälderin. Die Trikots hätten sie von einer holländischen Organisation bekommen. Die Mädchen spielen in Afrika Handball – auch barfuß.

Pater Andrew und Pater Peter hätten sich über die Geschenke für die jungen Leute sehr gefreut. Jeden Sonntag nach dem Gottesdienst wird gemeinsam gegessen und dann unter Anleitung der jungen Priester Fußball gespielt. „Wir haben auch einen Solarkocher mitgenommen und ihn dort aufgebaut“, sagt Michaela Bek. Die Frauen kochen auf offenem Feuer, doch man könne für das Brennholz nicht weiter die Regenwälder zerstören. Nun kann mithilfe der Sonne gekocht werden.

Den Patres und auch den Ordensschwestern habe sie Geld vom Verein Malawi-Hilfe gegeben, damit Mais für die Armen gekauft werden könne. Und arm seien zur Zeit alle, denn am Malawi-See habe das Hochwasser die Maisernte vernichtet und im Süden des Landes war es viel zu heiß, sodass dort die Ernte vertrocknete.

„Wir haben mit Pater Peter und Pater Andrew auch einen Ausflug auf einen Berg gemacht und dort oben war es genau so schön wie im Schwarzwald“, schwärmt Bek. „Wir konnten auf einen riesigen Stausee blicken, der von Bäumen umgeben war und das war einfach traumhaft schön und romantisch.“

Im Krankenhaus von Capiri halfen die beiden Freundinnen nicht nur mit, sie überbrachten auch die Sachspenden von der Schönwälder Adler-Apotheke, die ihnen Apothekerin Ilona Löffler mitgegeben hatte. Die Freude der Einheimischen sei jedes Mal groß und sie seien sehr dankbar für jede Hilfe, wie Michaela Bek versichert.

Informationen im Internet: www.malawihilfe-schoenwald.de