Weihnachten ist vorüber. Doch wohin mit den ausgedienten Christbäumen? In Triberg und Schönwald kommt die Antwort von den Jugendorganisationen des DRK und der Feuerwehr.

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Mit schwerem Gerät rückten in Schönwald die Mitglieder der Jugendfeuerwehr den alten Weihnachtsbäumen auf den Pelz. Schon traditionell befreien sie den Ort vom Weihnachtsschmuck. Wer sich bei den jungen Floriansjüngern angemeldet und einen kleinen Obolus entrichtet hatte, durfte sein Weihnachtsbäumchen daheim am Haus abholen lassen.

Keiner drückt sich

Die jungen künftigen Wehrmänner sammeln auch die „Patenbäume“ ein, die von der Gemeinde gestellt werden. Das geschah mitsamt schweren Ständern, die an diverse Häuser entlang der B 500 geliefert worden waren. Jugendleiter Sebastian Storz und seine Kollegen sind stolz auf die jungen Jugendfeuerwehr-Mitglieder: „Es sind alle dabei, keiner drückt sich. Und wir bekommen auch tolle Unterstützung. So hat uns die Firma Göppert wieder einen Kleinlaster zur Verfügung gestellt, dazu gab es einen großen Hänger. Der Bauhof stellt den Radlader, mit dem wir die Ständer einsammeln“, sagte der Jugendleiter.

In Schönwald holt die Jugendfeuerwehr die ausgedienten Christbäume ab. Bilder: Hans-Jürgen Kommert
In Schönwald holt die Jugendfeuerwehr die ausgedienten Christbäume ab. Bilder: Hans-Jürgen Kommert | Bild: Hans-Jürgen Kommert

50 Bäumchen sind durch die Gemeinde gestellt worden, insgesamt sind diesmal rund 220 Bäume abzuholen, also eine ganze Menge. Schon im Voraus kann Storz anhand seiner Liste feststellen, wo wie viele Bäume, alle mit einem großen orangefarbenen Zettel versehen, zu finden sind.

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Anders sieht das in Triberg aus: „Da keine Statistik geführt wird, wer einen Abholschein geholt hatte, fahren wir hier Straße für Straße ab“, so Dietmar Wiebel. Das Jugendrotkreuz sammelte auch in Gremmelsbach und Nußbach die Bäume ein. „Dort haben wir am Kohlplatz in Gremmelsbach sowie hier am Rathaus Nußbach einen Sammelpunkt, wo wir die Bäume abholen“, so Wiebel. Er freute sich auch über Hilfe: „Die Schonacher Zimmerei Kürner und Burger stellt uns den Kleinlaster zur Verfügung, bei Franz Scherer in Schönwald dürfen wir die Bäumchen kostenlos abladen“. Hier kamen auch die Bäume aus Schönwald an.

Ärgernis: Bezahlscheine fehlen

In Triberg gab es bei der Aktion erneut ein Ärgernis: Viele der Bäume waren schlecht abgeschmückt und vor allem fehlten etliche Bezahlscheine. „Im nächsten Jahr werden wir diese Bäume nicht mehr mitnehmen“, informierte Wiebel. Beide Sammelteams hätten sich manchmal auch etwas geduldigere Autofahrer gewünscht.