Die neunte Auflage des internationalen Waterslide-Contests in Schönwald war geprägt von tollem Wetter bis kurz vor Schluss, als es teils dicke Tropfen während der Siegerehrung regnete. Der Regen war aber nicht die einzige Überraschung, denn der Seriensieger setzte sich am Ende nicht durch: Mary Ganter siegte.

Dirk Fehrenbach und Andreas Hirt als Ideengeber, die den Event einst aus dem Winter von Niederbipp in der Schweiz mitgebracht hatten, zeigten einmal mehr mit ihren Helfern, dass sie es drauf haben, im Rahmen des Schönwalder Schanzenfests eine solche Riesenveranstaltung zu managen. Sie hatten auch ein tolles Team hinter sich, auf das sie sich verlassen konnten.

Bereits Mitte der Woche stand das riesige Becken mit zwölf Metern Länge. Laut Moderator Alexander Schätzle will man sich dazu im kommenden Jahr etwas einfallen lassen. Doch heuer waren es wieder rund 50  000 Liter Wasser, die als Basis für spektakuläre Slides dienten.

Gleich mehrere der Fun-Mobile schaffen es beim Waterslide-Contest in Schönwald über das zwölf Meter lange Becken.
Gleich mehrere der Fun-Mobile schaffen es beim Waterslide-Contest in Schönwald über das zwölf Meter lange Becken. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Bei zunächst brütender Hitze konnte man 50 Starter bewundern, darunter auch einige Amazonen. So mancher sorgte unter anderem auch durch sein Outfit für ausgelassene Stimmung. Vom Feinsten waren einmal mehr die Geräte der Spaßwertung. Fünf zum Teil recht abenteuerliche Fahrzeuge fuhren in Richtung Becken, wobei die Mehrzahl gut unten ankam. Diese Wertung wurde diesmal dominiert von Gefährten aus Richtung Undingen oder Meßstetten. Besonders gut kamen dabei die Teams CLS Mercedes, Niki Laudas Mutti sowie das Ferrari-Team an – beide mit perfekten Fahrten.

Wieder einmal war für Internationalität gesorgt. Neben den Gästen aus der Schweiz, allen voran Rene Grossenbacher, der 2011 als Sieger das Schwarzwalddorf verließ, hatten sich zwei junge Neuseeländer eingefunden, die sich beim Wettbewerb an der Schanze köstlich amüsierten.

Oliver Gibson ist Englischlehrer am Otto-Hahn-Gymnasium Furtwangen – und ein ausgezeichneter Snowboarder.
Oliver Gibson ist Englischlehrer am Otto-Hahn-Gymnasium Furtwangen – und ein ausgezeichneter Snowboarder. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Ganz außergewöhnlich wurde die letzte Runde. Nicht wie erwartet ein strahlender Thomas Droll war es, der jubelnd die Arme nach oben riss, noch nicht mal ein Snowboarder wie in den vergangenen Jahren: Es war Mary Ganter, die mit dem Zweitplatzierten Daniel Radünz allein in die letzte Runde ging.

Thomas Droll wurde „Best of Board“. Er erwies sich als fairer Slider – die Jury hätte ihn noch einmal in der siebten Runde starten lassen. Er zeigte aber Sportsgeist und verzichtete darauf. Zugleich belegte er Platz drei in der Gesamtwertung, knapp vor Björn Klausmann. Da der Sieg an eine Frau ging, wurde der Zweitplatzierte Daniel Radünz aus Meßstetten „Best Boy“.

Nachdem der Wettbewerb wieder etwa 1000 Besucher angelockt hatte, war die Sliderparty am Abend der Nabel der Party-Welt in der Region. Das Zelt war so voll, dass kaum Platz zum Umfallen war. Drei DJ’s sorgten für Party-Stimmung fast bis zum Morgengrauen, Blasius Willmann für Licht und Ton.

Proppenvoll ist es im großen Zelt auch bei der abschließenden Sliderparty – allerdings erst gegen Mitternacht.
Proppenvoll ist es im großen Zelt auch bei der abschließenden Sliderparty – allerdings erst gegen Mitternacht. | Bild: Hans-Jürgen Kommert