Auf großes Interesse seitens der Landwirte stieß die BLHV-Bezirksversammlung auf dem Reinertonishof in Schönwald. Bernhard Bolkart, der Vorsitzende des Bezirks Villingen, konnte zahlreiche Berufskollegen aus der Region begrüßen, die sich für das Vortragsthema Forstverwaltungsreform interessierten. Sie wollten nicht nur wissen, was nach dem Rundholz-Kartellverfahren und der Novellierung des Bundeswaldgesetzes mit dem Einheitsforstamt wird, sondern auch, was konkret mit der Triberger Forstbetriebsstelle und den Revierförstern geschieht.

Bernhard Bolkart blickte auf ein insgesamt ordentliches Forstjahr 2017 zurück. Keine Kalamitäten, eine zügige Abfuhr und gute Erlöse stellten die privaten Waldbesitzer zufrieden. Auch Sturmtief Burglind hatte keine Flächenwürfe fabriziert, dennoch summierten sich die Sturmschäden im Schwarzwald-Baar-Kreis auf geschätzte 30 000 Festmeter.

Bolkart plädierte angesichts der jüngsten Entwicklung bei der Forstverwaltungsreform dafür, sich zu organisieren, die Kräfte zu bündeln und die kleinen Sägewerke der Region zuverlässig zu beliefern.

Philipp Weiner, seit Oktober 2017 neuer Leiter der Forstbetriebsstelle Triberg, stellte sich den Landwirten vor. „Hier spielt der Privatwald eine wichtige Rolle“, erklärte er und ermutigte die Waldbesitzer, auf ihn zuzukommen und auch weiterhin das Gespräch zu pflegen.

Was aus der Forstbetriebsstelle Triberg nach der Forstverwaltungsreform wird, da nahm Dezernent Reinhold Mayer kein Blatt vor den Mund. „Das kann ich nicht beantworten“, sagte er den Landwirten. Ehe sich die Forstbehörden der Ausgestaltung der neuen Rahmenbedingungen widmen können, müsse erst das im April zu erwartende Urteil des Bundesgerichtshofes abgewartet werden, gab er zu bedenken. Ziel sei es aber wohl, so nahe wie möglich bei den privaten Waldbesitzern zu sein, immerhin bewirtschafteten sie ein Drittel des Waldes im Kreisgebiet. Gesichert seien 20 bis 25 Forstämter für den Staatswald. Reinhold Mayer hofft, dass eine dieser Betriebsstellen in den Schwarzwald-Baar-Kreis kommt, alles weitere müsse man abwarten.