Am Nikolaustag bekamen viele Kinder Besuch vom Bischof Nikolaus. Auch im Schonacher Kindergarten St. Raphael kehrte der Heilige wieder – wie jedes Jahr – mit seinem Knecht Ruprecht ein und beschenkte die Kleinen.

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Seit 2018 gibt es im Nachbardorf Schönwald ein eigenes Nikolausteam, das nicht zu Fuß anmarschiert wie andere Himmelsboten, sondern mit einer zweispännigen Pferdekutsche vorfährt. Auch bei den Erwachsenen erregte das mittelalterliche Gefährt, das von zwei feurigen Pferden gezogen wurde, großes Aufsehen.

Die Schüler der Werk-Realschule in Schonach versammeln sich im Hof, um den himmlischen Besuch zu empfangen.
Die Schüler der Werk-Realschule in Schonach versammeln sich im Hof, um den himmlischen Besuch zu empfangen. | Bild: Maria Kienzler

Der erste Besuch galt dem Schonacher Kinderhaus „Gipfelstürmer“ am Fabrikberg, wo die Freude der kleinen Mädchen und Buben riesengroß war. St. Nikolaus war in ein echtes Bischofsgewand gehüllt und wurde begleitet von seinem schwarzen Gesellen.

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Beschützt wurden die beiden von einem französischen Weihnachtsengel mit Heiligenschein, der eigens aus Brüssel eingeflogen wurde. Alle Helfer und auch der Kutscher waren als Weihnachtsmänner verkleidet und ergaben ein buntes Bild. Hinter der Kutsche fuhr ein Auto des SWR-Fernsehens, dessen Team einen Mini-Film drehte, der Freitagabend schon gesendet wurde.

Himmlischer Besuch

Nach dem Kinderhaus wurden die Schüler der Dom-Clemente-Schule mit dem himmlischen Besuch geehrt. Die Kinder und Jugendlichen hatten sich gut vorbereitet und sangen ein Nikolauslied nach dem anderen. Eine kleine Lehrer-Schüler-Band umrahmte die Feier mit Musik. St. Nikolaus las aus seinem Goldenen Buch ein besinnliches Adventsgedicht vor und ermahnte das junge Publikum, sich gut auf Weihnachten vorzubereiten.

Die rund 80 Kindergartenkinder von Schönwald sind fasziniert von dem himmlischen Besuch und staunen besonders den Engel und den Nikolaus an.
Die rund 80 Kindergartenkinder von Schönwald sind fasziniert von dem himmlischen Besuch und staunen besonders den Engel und den Nikolaus an. | Bild: Maria Kienzler

Dann wurden alle Klassen nacheinander aufgerufen, um Lob und Tadel für ihr Verhalten zu hören. Bischof Nikolaus war zwar nicht allwissend, doch in seinem Buch war alles verzeichnet. „Wollt ihr in Zukunft euer Arbeitsmaterial in die Schule mitnehmen“, hieß es da zum Beispiel und alle antworteten im Chor mit Ja.

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Viel pädagogisches Geschick zeigte der Heilige im Gespräch mit den jungen Leuten und manchmal musste Ruprecht auf sein Geheiß hin auch mit der Rute winken oder drohen.

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Es gab aber auch viel Lob für die Schüler und als anschließend die Tüten mit Äpfel, Nüssen und Stiften, sowie einem Foto des Nikolausteams verteilt wurden, mussten persönliche Fragen beantwortet werden, wie zum Beispiel: „Warst du auch brav“ oder „Willst du brav bleiben?“

Die Grundschüler von Schönwald klatschen begeistert dem Nikolausteam zu.
Die Grundschüler von Schönwald klatschen begeistert dem Nikolausteam zu. | Bild: Maria Kienzler

Die nächste Station war in Schönwald, wo sich zuerst die Schüler der Richard-Dorer-Schule mit ihren Lehrerinnen versammelten und dann alle Gruppen des Kindergartens St. Antonius mit ihren Erzieherinnen, um St. Nikolaus ihre Lieder vorzutragen. Vom Reinertonishof wurde nicht nur das Nikolausteam zum Essen eingeladen, sondern auch das Fernsehteam. Den Abschluss bildete die Fahrt auf die Katharinenhöhe.