Ein klares Bild zeigte die Abstimmung der Gemeinderäte: Zwar gingen Tische, Bänke und Mülleimer einstimmig durch, doch für die Liegen sieht es düster aus: Den drei Ja-Stimmen standen eine Enthaltung und gleich neun Mal ein Nein gegenüber.

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In der Sitzung vom 23. Juli hatte man sich nicht auf eines der vorgestellten Modelle festlegen können. Zudem kam die Idee, dass man im Bereich der wassergebundenen Decke eine Sitzgruppe aufstellen könne, die sicher gut angenommen werde. Marianne Kätsch-Jung von der Freien Liste Schönwald (FLS) hatte zudem angeregt, spezielle Senioren-Bänke aufzustellen, die sich von normalen Sitzbänken durch eine minimal höhere Sitzposition sowie eine Neigung von hinten nach vorn auszeichnen – was das Aufstehen erleichtere.

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Zudem wurde geäußert, dass man die Aufträge möglichst heimischen Firmen zukommen lassen wolle, die das sicher ebenso gut erledigen könnten. Die betreffenden Firmen signalisierten jedoch, dass sie mit den Kosten eines spezialisierten Herstellers gewiss nicht mithalten könnten – zumal alle ausgelastet seien. Entsprechende Gespräche mit den Handwerkern erbrachten genau dieses Bild.

Kommt bei Senioren an

In der Sommerpause gab es nun einen Termin vor Ort beim Hersteller Runge, der Seniorenbänke produziert. Nun schlug die Verwaltung vor, Modelle der Bankfamilie Calma zu verwenden, speziell die Variante Calma+, welche die genannten Vorzüge der Sitzposition aufweist, die bei Senioren positiv ankomme, die anderen Nutzer aber ebenfalls zufriedenstelle. Zwei solcher Sitzbänke sollen zusammen mit einem Tisch aus derselben Serie im Bereich der wassergebundenen Decke aufgestellt werden, eine weitere Sitzbank soll im Bereich des Mittelpodestes der Rampe aufgestellt werden.

Holz bleibt naturbelassen

Die Verwaltung schlage dazu vor, beim Holz die naturbelassene Variante zu nehmen, die werde auch bei den Sitzauflagen auf den Stützmauern genommen. Die Bankfüße sollen den Farbton des Rampengeländers erhalten. Zusätzlich schlage man im Bereich der wassergebundenen Decke die Aufstellung von zwei Liegen vor. Eine Probeliege sei aufgebaut und genutzt worden. Die Sitzbänke liegen bei 1320 Euro brutto je Stück, der Tisch soll 1244 Euro kosten und je Liege kämen 1408 Euro dazu.

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Als Mülleimer soll das Modell 740 des Herstellers Thieme Verwendung finden – Thieme hat auch die Versorgungspoller geliefert. Die Mülleimer sind 98 Zentimeter hoch, haben einen Durchmesser von 42,5 Zentimetern und ein Fassungsvermögen von 50 Litern. Nach Auffassung der Verwaltung sollen sie einen Zigaretteneinwurf bekommen. Zwei dieser Mülleimer mit einem Bruttopreis pro Stück von 1282 Euro seien ausreichend, so die Ausführungen von Hauptamtsleiter Andreas Herdner und Bürgermeister Christian Wörpel. Die Gesamtkosten lägen damit bei 10 586 Euro, ohne Liegen bei 7771 Euro. Der Gemeinderat schlug vor, über die Liegen gesondert abzustimmen.

Beleuchtung läuft

Zunächst wollte Johannes Göppert, FLS, wissen, wie man mit den Kosten hinkomme – da liege man gut, erhielt er zur Antwort. Nicht direkt zum eigentlichen Anliegen zählte die Frage von Adalbert Oehler, der sich nach der Beleuchtung erkundigte. Das laufe derzeit, hieß es von Seiten der Verwaltung.