Freude beim Schönwälder CDU-Vorsitzenden Adalbert Oehler: 50 Wanderer hatten sich am Rathaus Schönwald eingefunden – so viele wie schon lange nicht mehr. Gemeinsam wollten sie zum Vereinsheim der Alphornbläser am Pfälzer Eck wandern.

„Durch den dunklen Tann …“ führte der Weg. Dreimal im Sommer bieten die Mitglieder der CDU ihre Wanderung an. Wetterbedingt kommen nicht immer alle zustande. „Wir haben vor einigen Jahren manchmal schon darüber nachgedacht, das Angebot einzustellen“, räumt Oehler ein. Denn vor 35 Jahren, als das Angebot noch ganz neu war und sehr viele Gäste in den Schwarzwald kamen, waren es laut Oehler bis zu 300 Mitwanderer.

Die Alphornbläser erfreuen die vielen Besucher bei der ersten Nachtwanderung der CDU im Ferienprogramm.
Die Alphornbläser erfreuen die vielen Besucher bei der ersten Nachtwanderung der CDU im Ferienprogramm. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Angesichts des noch immer sehr heißen Abends hatte er sich für die etwas kürzere Wanderung entschieden, dennoch kamen die Teilnehmer erst gegen 21 Uhr am Pfälzer Eck an. Dort wurden sie bereits erwartet. Nicht nur einige Neugierige oder Mitglieder der Partei waren bereits dort, sondern auch die Hausherren und die hatten auch ihre Instrumente dabei. Während die Parteimitglieder ihren neuen Grill anwarfen, damit die Teilnehmer sich nach der Wanderung stärken konnten, begannen die vier Bläser zu spielen. Dazu waren Tische und Bierbänke aufgestellt. Bei den Gästen kam tolle Stimmung auf.

Mehr oder weniger schaurige Geschichten von Monstern und Ungeheuern machten die Runde, die Kinder erhielten am Ende Urkunden und ein kleines Geschenk für ihre Teilnahme. Auch Oehler selbst trug seinen Teil dazu bei: Zunächst erzählte er die Geschichte von Schönwalds einstigem Bahnhof, der just an dieser Stelle gestanden haben soll. Nur ein einziger Zug soll täglich um Mitternacht gefahren sein. Natürlich musste er am Ende eingestehen, dass dies alles Lug und Trug gewesen war. Schönwald habe noch nie einen eigenen Bahnhof besessen.

Wortgewandt erzählt Adalbert Oehler den Gästen vom Geist des geizigen Bauern.
Wortgewandt erzählt Adalbert Oehler den Gästen vom Geist des geizigen Bauern. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Als es stockdunkel wurde, begann die Stunde des Grusels: Wenn der Mond geheimnisvoll durch die Bäume leuchte – das sei die Zeit, in der der Geist eines überaus geizigen und raffgierigen Bauern aktiv werden könnte, wusste Oehler. Dieser Geist sei der eines einstmals schwerreichen Bauern, der angeblich an Stelle dieser Hütte einen großen Hof besessen hatte. Und wie das bei so manchem reichen Menschen halt so sei, sei auch dieser Bauer sehr ungerecht geworden, weshalb er nach seinem Tod keine Ruhe gefunden habe. Und in solchen Nächten spuke er gerne an diesem Ort herum. „Wenn ihr alle laut genug Hui und Buh ruft, wird er sicher kommen“, sagte Oehler. Und plötzlich war er tatsächlich da: Begleitet von rasselnden Geräuschen erschien eine weiße Kutte mit leuchtendem Skelett und fürchterlichem Gesichtsausdruck und näherte sich den Gästen. Die stießen den einen oder anderen spitzen Schrei aus.

Dann aber legte das Gespenst die Maske ab und offenbarte sich als Wolfgang Storz. Am Ende werden normalerweise Lampions an die Kinder verteilt, angesichts der Trockenheit wurde darauf jedoch verzichtet. „Wir sind nach der Rückkehr zum Rathaus mit viel Applaus verabschiedet worden“, erzählte Oehler erfreut.