Vor der Uhrmacher-Ketterer-Halle in Schönwald wartet eine lange Schlange. Über den Hof schallen Schlager-Beats. Eine FC-Hexe sammelt Überreste des Vorglühens ein: der Hexefridig steht an. Drinnen ist die Stimmung bereits vor der Begrüßung durch Neu-Moderator Erich Catona äußerst gut. Laute Schlager wummern aus den Boxen, der Klang ist gut und nicht verzerrt, die ersten Narren singen schon fleißig mit. Die FC-Hexen, eine Untergruppe des FC Schönwald, haben sechs Wochen Planung und drei Aufbautermine hinter sich gebracht, um das Großereignis zu stemmen, rund 100 Helfer sind im Einsatz, bis spät in die Nacht. Die Veranstaltung ist logistisch gut aufgebaut, an fünf Theken in drei Bars können die Besucher ihren Durst stillen.

Der Hexefridig Schönwald geht schnell von null auf hundert: In der Uhrmacher-Ketteter-Halle feiern, tanzen, singen die Narren und haben eine gute Zeit.
Der Hexefridig Schönwald geht schnell von null auf hundert: In der Uhrmacher-Ketteter-Halle feiern, tanzen, singen die Narren und haben eine gute Zeit. | Bild: Claudius Wagenseil

Das Programm, zumeist mit seit Jahren bewährten Gästegruppen gespickt, kam bei den Besuchern sehr gut an. Den Anfang machte die Garde der Narrenzunft Schönwald. Zu „Jailhouse Rock“ und „Hit the road, Jack“ bot die Garde eine sehenswerte Choreografie. In den Pausen sorgte das Team um DJ Blasi für den richtigen Sound. „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda – Mama Lauda, Mama Lauda“, schallte es durch die Halle und die Menge sang wie aus einer Kehle mit. „Les Conteurs“ aus Vöhrenbach schufen mit Schwarzlicht-Elementen, Masken und Puppen-Kostümen ein Marionetten-Theater. Die Tanzgruppe „Shoguna“ aus Tennenbronn erntete mit ihrer Perfomance ebenfalls viel Applaus.

Die One 2 steps entführen zurück in die Zeiten von Baywatch.
Die One 2 steps entführen zurück in die Zeiten von Baywatch. | Bild: Claudius Wagenseil

Obwohl es im Saal zeitweise recht eng war, entfaltete sich eine friedliche und ausgelassene Party-Stimmung. Das gehört zum Erfolgsrezept der Veranstaltung, wie Festwirt Daniel Duffner auf Nachfrage erklärte: „Bei uns ist immer gute Stimmung, wir haben eine eigene Security und da wir nur Abendkasse haben, ist die Halle direkt voll und es geht los. Für Jugendliche unter 18 Jahren gibt es ein grünes Bändchen, sie müssen um Mitternacht die Veranstaltung verlassen“, erläutert er.

Die Tanzgruppe des Männerballetts Neukirch wurde laut gefeiert und hatte mit „Katchi“ und „Daddy Cool“ Musik für alle Altersklassen mitgebracht. Die One 2 Steps aus Furtwangen ließen Baywatch aufleben und die Hot Steps aus Schonach boten professionelle Tanzkunst.

Les Conteurs zeigen den Zuschauern eine Nacht im Marionetten-Theater.
Les Conteurs zeigen den Zuschauern eine Nacht im Marionetten-Theater. | Bild: Claudius Wagenseil

Die Narren zum Springen und die Halle zum Beben brachte dann die Guggemusik Alcaputti aus Tennenbronn. Ein Posaunist enterte die DJ-Kanzel und stand zeitweilig über den Dingen. Es wurden bekannte Songs verguggt, darunter „Ring of Fire“ von Johnny Cash und „Narcotic“ von Liquido. Das Programm war danach ziemlich verrutscht, die Menge ließ die Gruppe nicht von der Bühne. Wer sich etwas abkühlen musste, konnte dies beim freundlichen Thekenpersonal tun, das im Saal als Karl Lagerfeld verkleidet war. Temperatur und Stimmung erreichten den Siedepunkt, das Publikum war entspannt und es gab tolle Kostüme zu sehen, es wurde gelacht, getanzt und gefeiert.

Die Dance Devilz aus Furtwangen führten die Schwerstarbeit auf der Bühne fort, gefolgt von Delicious aus Schonach, beide Gruppe bekamen viel Beifall. Den Abschluss des Programms machte die Guggenmusik Furtwangen.

Das Fazit der Veranstalter war positiv, das Rote Kreuz konnte einen „ruhigen Abend“ verbuchen. So sollte die Fasnet immer sein, waren sich alle einig.